Sorge vor Krawallen: Demos gegen Beatrix von Storch und die AfD

rnPolitik in Borken

Beatrix von Storch, die stellvertretende Bundessprecherin der AfD, kommt am 1. September nach Borken. Grund ist eine Veranstaltung der Kreis-AfD in der Stadthalle. Doch es regt sich Widerstand.

von Sven Kauffelt

Borken

, 27.08.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kreis-AfD plant am 1. September eine Veranstaltung in der Stadthalle. Prominenter Gast ist die stellvertretende Bundessprecherin Beatrix von Storch. Dagegen regt sich im Vorfeld von zwei Seiten Widerstand. Wie die Polizei bestätigt, sind im Umfeld der Veranstaltung drei Kundgebungen geplant. Die Stadtspitze sorgt sich, dass es zu Auseinandersetzungen zwischen den Gruppen kommt.

In der Stadthalle selbst sind aufgrund der Corona-Beschränkungen knapp über 80 Personen zugelassen. Wie der Kreissprecher der AfD, Dr. Michael Espendiller, auf Nachfrage mitteilt, gebe es – Stand Mittwoch, 26. August – 247 Anmeldungen, „denen wir somit leider nicht vollständig entsprechen können“.

Kundgebung direkt vor der Stadthalle

Ein Mitglied des AfD-Kreisvorstandes hat – als Privatperson – eine Kundgebung zum Thema „Meinungsfreiheit und direkte Demokratie“ direkt vor dem Eingang zur Stadthalle angemeldet. Teilnehmerzahl: 12 bis 20 Personen. Ob diese dazu dient, mögliche Gegendemonstrationen von vornherein von der Halle fernzuhalten, bleibt offen. Espendiller verweist darauf, dass die AfD Borken selbst die Kundgebung nicht angemeldet habe.

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Eine zweite Kundgebung ist vom Bündnis „Borken bleibt bunt“ angemeldet worden. Initiator ist der Borkener Michael Engelhardt, der bei der Kommunalwahl für die SPD antritt. Die erwartete Teilnehmerzahl liegt bei 300 Personen. Eine dritte Kundgebung ist ein Marsch vom Rat der Stadt Borken, initiiert von der CDU.

Sorgen vor Zusammenstößen der Gruppen

Die anderen drei Ratsfraktionen unterstützen die Aktion „für Freiheit, Demokratie und gegen Extremismus von rechts und links“. 100 Teilnehmer sind hier angemeldet worden für einen Gang vom Rathaus bis zur St.-Remigius-Kirche. Die Teilnehmer dieses Marsches werden sich somit nicht in die Nähe der Stadthalle begeben.

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Die Sorge im Rathaus ist, dass das für den zweiten Demonstrationszug nicht gilt. „Wir werden alles dafür tun, dass sich die Gruppen nicht begegnen“, sagt Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing (CDU). Sie habe „große Sorge, dass einige diese Gelegenheit als Plattform für Auseinandersetzungen“ nutzen. Die Polizei hält sich bedeckt, welche Kräfte sie an dem Abend einsetzen wird.

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