Soziales Netzwerk für Jugendliche auf den Weg gebracht

Runder Tisch in Derne

Nach dem Schulabgang wissen viele Heranwachsende oft nicht, wie es weitergehen soll. Ein neues Netzwerk in Derne soll Jugendlichen den Weg in die Berufswelt erleichtern.

DERNE

von Von Clara Meier

, 26.09.2011, 13:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Akteure des runden Tisches in Derne wollen ein soziales Netzwerk für Jugendliche ins Leben rufen.

Die Akteure des runden Tisches in Derne wollen ein soziales Netzwerk für Jugendliche ins Leben rufen.

Für viele Jugendliche ist es nicht einfach, nach der Schule den richtigen Beruf zu finden. Wen sollen sie ansprechen? Wo können sie sich bewerben? Ein Netzwerk soll Hilfestellung geben. Da sind sich SPD-Bezirksvertreter Michael Lüning und seine Mitstreiter einig. Erwachsen werden können Kinder und Jugendliche oft nicht schnell genug: Endlich auf eigenen Beinen stehen, endlich das Leben selbst in die Hand nehmen. Doch was sich anfangs wie ein großer Traum anhört, kann für viele Jugendliche auch zum Albtraum werden. Der Grund: Nach dem Schulabgang wissen viele Heranwachsende oft nicht, wie es weitergehen soll.

Auch Bezirksvertreter Michael Lüning ist sich dieser Schwierigkeit bewusst und möchte dem entgegenwirken. Am Freitag gab der 47-Jährige im „Werkhof Zeche Zukunft“ den Startschuss für ein ehrgeiziges Projekt: „Wir wollen beginnen, ein soziales Netzwerk zu knüpfen, das Jugendlichen hilft, schneller und einfacher ihre nächsten Schritte für die Zukunft zu bewältigen“, so Lüning. Für dieses Ziel hat sich der Bezirksvertreter tatkräftige Unterstützung geholt: Insgesamt acht weitere Personen aus verschiedenen Institutionen versammelten sich mit ihm am „Runden Tisch“, um die ersten Schritte zu planen. Unter anderem waren der Ballverein Viktoria Derne, die Arbeiterwohlfahrt und der Werkhof selbst in dieser Runde vertreten. Denn je vielfältiger das Material ist, woraus das Netz geknüpft werden soll, desto größer wird auch das Angebot, das man den Jugendlichen bieten kann.

Aber warum ist es gerade jetzt so wichtig ihnen Hilfe zu bieten? „Ein Grund ist vor allem die Schließung der Derner Hauptschule“, erklärt der Ortspolitiker. „Sie diente als Treff- und auch als Integrationspunkt. Jetzt, wo sie nicht mehr ist, ist ein großes Loch entstanden, durch das Schüler nicht hindurch fallen dürfen.“ Auch Ratsmitglied Bruno Schreurs sieht das Problem. „Die Jugend ist unsere Zukunft. Es ist wichtig, dass wir versuchen, sie irgendwie aufzufangen und nicht fallen zu lassen.“

Schlagworte: