Sozialticket soll doch kommen

BOCHUM Bedürftige Bürger sollen nun doch in den Genuss eines Sozialtickets kommen.

von von Joachim Stöwer

, 31.01.2008, 16:51 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Rat der Stadt hat die Verwaltung beauftragt, gemeinsam mit der BOGESTRA die Voraussetzungen zur Einführung des preisgünstigen Monatstickets (Preisstufe A) zu prüfen und geeignete Varianten (Abgabepreis, städtischer Zuschuss) vorzustellen.

Der Beschluss auf Antrag der rot-grünen Koalition erfolgte einstimmig. Die Soziale Liste hatte das Sozialticket schon seit zwei Jahren gefordert, war aber mit diesem Vorstoß immer wieder gescheitert.

Kein Billig-Strom

In den Genuss des Tickets sollen kommen: Empfänger von Alg II oder Sozialgeld, von Leistungen zum Lebensunterhalt, der wirtschaftlichen Jugendhilfe und Bürger, die die Einkommensgrenzen in den vorgenannten Fällen um nicht mehr als 20 Prozent überschreiten.

Als Eigenanteil der Anspruchsberechtigten soll der im Regelsatz enthaltene Betrag für Mobilitätsausgaben berücksichtigt werden. Die Verwaltung ist auch aufgefordert, erneut auszuloten, ob durch Beschluss der Verbandsversammlung ein einheitliches Sozialticket im VRR angeboten werden kann.

Ein weitere Erleichterung wird es für finanziell Schwache nicht geben: Der Rat lehnte einen Antrag der Links-Fraktion zur Einführung eines Sozialtarifes der Stadtwerke für den Gas- und Strombezug ab.