Sparkasse gibt McCartney-Konzert nicht verloren

Nachweis gefordert

Die Sparkasse hält vorerst am geplanten Konzert mit Beatle Paul McCartney fest. Sie will aber bis Ende Februar Belege von Promi-Vermittler Sascha Hellen sehen, dass dieses Konzert tatsächlich stattfinden kann. Andernfalls „werden wir unsere vertraglichen Rechte auf Kündigung und Rückforderung anwenden“, teilt die Sparkasse auf Nachfrage mit.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 18.12.2012, 08:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Sparkasse will bis Ende Februar wissen, ob Paul McCartney wirklich nach Bochum kommt.

Die Sparkasse will bis Ende Februar wissen, ob Paul McCartney wirklich nach Bochum kommt.

Konzertorganisator Sascha Hellen hat mit der Sparkasse einen Sponsoringvertrag geschlossen. Circa 60.000 Euro soll sich die Sparkasse nach Medienberichten das Konzert kosten lassen. Etwa die Hälfte soll sie bereits im Voraus an Hellen bezahlt haben. Offiziell werden von der Bank keine Angaben zum finanziellen Volumen des Vertrags gemacht. Die Idee mit dem Konzert von McCartney wurde eigentlich 100 Meter weiter östlich geboren. Bei den Stadtwerken. Diese haben seit 2009 Hellens Bemühungen, den Beatle nach Bochum zu locken, mit 95.000 Euro plus Umsatzsteuer subventioniert.

Doch inzwischen fordern die Stadtwerke das Geld von Hellen anwaltlich zurück. Es fehle an Belegen, dass dieses Konzert tatsächlich zustande komme, heißt es. Steht damit das Projekt auf der Kippe? Eine Anfrage unserer Redaktion am Freitag blieb zunächst unbeantwortet. Man wolle erst mit Hellen sprechen, teilte die Sparkasse mit. Am Montag gab es dann folgende Mitteilung: „Die Zusammenarbeit mit Herrn Hellen erfolgte bislang stets vertrauensvoll und ohne Beanstandung – alle Verpflichtungen uns gegenüber wurden vertragsgemäß eingehalten. Daher hat der aktuelle Vertrag (Konzert mit Paul Mc-Cartney) Bestand.“ Eine Anfrage an Sascha Hellen zu den Realisierungschancen dieses Konzerts wurde bis Redaktionsschluss nicht beantwortet.