SPD-Basis zufrieden mit neuem Manifest

IM WESTEN Das "Hamburger Programm" der SPD: Für Armin Jahl aus Nette ist es fast so etwas wie ein Geburtstagsgeschenk. Denn einen Tag vor seinem "60." hat die Bundespartei ihren Kurs korrigiert. Sehr zufrieden, erzählt Jahl, konnte er deshalb am Sonntag in Hamburg in den Zug steigen.

von Von Beate Dönnewald

, 29.10.2007, 16:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Austritte auffangen

Austritte auffangen

Auch der SPD-Fraktionsvorsitzende in der Bezirksvertretung Mengede, Werner Locker, hat im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten hörbar aufgeatmet: "Wir hatten schon befürchtet, dass wir die CDU noch rechts überholen," ist er erleichtert über die Rückbesinnung auf die traditionellen Werte der SPD als linke Volkspartei.

Ob sich mit dem Grundsatzprogramm und den Beschlüssen neue Mitglieder gewinnen lassen, wollte keiner der beiden Politiker mit Ja beantworten: "Wir sind schon froh, wenn wir damit die Austritte auffangen", gesteht Armin Jahl.

In den Augen des Lütgen-dortmunder SPD-Bezirksvorstehers Heiko Brankamp ist das neu beschlossene Manifest genau zum richtigen Zeitpunkt gekommen. Er begrüße die Kursänderung der Familien-, Sozial- und Klimapolitik: "Im Sozialstaat ist es kälter geworden", ist für ihn die Idee des "vorbeugenden Sozialstaats" deshalb der richtige Schritt.

Eigenen Antrag eingebracht

"Der Abschluss ist genau das, was wir wollen", berichtete Manfred Stankewitz auf RN-Anfrage. Der SPD Stadtbezirk Huckarde habe einen eigenen Antrag eingebracht, der sich durchaus in dem Gesamtprogramm wiederfinde, so der Stadtbezirks-Vorsitzende. "Da ist ein Aufbruch erfolgt", ist er sich sicher. Nun müsse in den Ortsvereinen intensiv diskutiert werden, um das Programm mit Leben zu füllen.

Der Huckarder Bezirksvorsteher Harald Hudy zeigte sich ebenso zufrieden damit, dass der erste Entwurf "in die Tonne gekloppt wurde" und wieder der Begriff des "demokratischen Sozialismus" verwendet wird.

  

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