SPD geht mit Bürger-Workshop neue Wege

"Vielfalt der Lebensumstände"

Mit knapp 5000 Mitgliedern ist die SPD größer als alle anderen Parteien Bochums zusammen. Die Hände in den Schoß legen will der Vorsitzende Thomas Eiskirch deshalb nicht. Am Montag, 18. Februar, findet ein Workshop im Jahrhunderthaus statt. Eingeladen sind neben den Mitgliedern alle Interessierten, um über neue Konzepte und Ansätze zu diskutieren.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 08.02.2013 / Lesedauer: 2 min
SPD geht mit Bürger-Workshop neue Wege

Thomas Eiskirch möchte die Bürger daran beteiligen, die Lebenswirklichkeit in Bochum abzubilden.

"Wir sind stolz darauf, wer und was wir sind. Und wir wissen, dass wir so nicht bleiben können", heißt es in der Einladung. Eiskirch geht es um die Frage, wie sich die SPD entwickeln muss, um klarer und mutiger Meinung zu bilden. Es geht auch um die Frage, wie die SPD die Lebenswirklichkeit der Stadt abbilden kann. Ein erster Schritt ist, verstärkt zuzuhören.

Vier Modellgruppen Deshalb hat die Partei im Vorfeld de Workshops vier "Modellgruppen" befragt. Dazu gehörten: langjährige Parteimitglieder, Personen, die erst kurze Zeit Mitglied der Partei sind, junge Funktionäre und Menschen, die in Bochum aktiv sind - dazu gehören etwa Kabarettistin Esther Münch oder Veranstalter Marcus Gloria. In der nächsten Stufe will die Partei erfahren, welche Ansätze Bürger und Parteimitglieder haben. Eiskirch erhofft sich für das Treffen eine große Resonanz. In kleineren Gruppen sollen Vorstellungen und Wünsche formuliert werden.

Vielfalt und Wirklichkeit

"Die SPD muss das Leben in dieser Stadt an sich und in sich spiegeln", heißt es in der Einladung. "Wir wollen offen die Vielfalt der Lebensumstände, -wirklichkeiten und -gefühle aufnehmen, um daraus Politik für Bochum zu gestalten." Bereits aktiv geworden sind in den vergangenen zwei Jahren 127 junge Menschen zwischen 16 und 35 Jahren, die neu in die Partei eingetreten sind. Auch für sie hat die SPD ein spezielles Programm entwickelt, um sie stärker in die Partei zu integrieren und sie mit neuesten Informationen zu versorgen. Ausdrücklich verweist Eiskirch darauf, dass auch Nicht-Mitglieder der SPD mitreden können. "Das gibt die Satzung her." Dass es bei vielen Themen konträre Meinungen gibt, hat auch eine neue Informations- und Diskussionsreihe der Partei zu Themen wie Vorratsdatenspeicherung, Salafismus oder Finanzierung des Sozialstaates deutlich gemacht. Doch es gibt mehr Themen, die die Bürger beschäftigen. Wer am Workshop teilnehmen, will, meldet sich bei der SPD an.