SPD-Kandidat Sierau eröffnet SPD-Wahlkampf im Süden

DORTMUND-SÜD Auf den ersten Blick gibt es eine ganz klare Botschaft: „Ulli wählen!“ verkünden grellrote Plakate am Stand der SPD auf dem Hombrucher Marktplatz am vergangenen Samstag.

von Ruhr Nachrichten

, 26.01.2009, 06:34 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ullrich Sierau bei der SPD in Hombruch. Als Wahlkämpfer.

Ullrich Sierau bei der SPD in Hombruch. Als Wahlkämpfer.

Kandidat Ullrich Sierau weiß: „Die Leute sind meist recht skeptisch, gucken aber schon genau hin.“ So genau, dass der zukünftige Kandidat zwar nicht in besonders viele, dafür aber lange und intensive Gespräche verwickelt wird. Christiane Kischkel zum Beispiel ist nur zufällig am Stand vorbeigekommen, hat aber direkt die Gelegenheit genutzt zum Thema Stellenabbau im Klinikum zu fragen: „Ich arbeite selbst dort, da ist es schon interessant zu wissen, was Sierau dazu denkt. Zumindest hat er gut zugehört und meine Fragen kompetent beantwortet.“

Ortswechsel nach Wellinghofen zum Politischen Frühschoppen: „Wahlen haben immer was mit Glaubwürdigkeit zu tun“, merkt der Berghofener Peter Treek dort an. „Und die fehlt, wenn Wahlprogramm und tatsächliche Politik auseinander gehen.“ Ulla Burchardt, Mitglied des Bundestages entgegnet resolut: „In einem Wahlprogramm steht, was man will. Politik macht man aber unter den vorhandenen Bedingungen.“ Die Unzufriedenheit einiger Bürger mit der Politik sowie die vermeintliche „Wechselstimmung“ in Dortmund versetze ihn nicht allzu sehr in Sorge, erklärt Peter Pfeiffer, Vorsitzender der SPD Wellinghofen:

„Vor fünf Jahren gab es die gleiche Situation. Aber trotzdem haben wir uns berappelt. Wichtig ist, dass die Menschen überhaupt wählen.“ Damit schlägt er in die gleiche Kerbe wie ältestes aktives Mitglied Franz Scheller: „Es kränkt, wenn vierzig Prozent der Wahlberechtigten in Hessen nicht zur Wahl gehen“ dadurch verlöre nicht nur die SPD an Stimmen, sondern auch die Demokratie. Aber der 90-jährige geht noch weiter mit seinen Forderungen: „Wichtig ist, dass der Arbeitnehmer nicht mehr Rechte verliert, als er schon verloren hat. Darauf sollten sich die Sozialdemokraten besinnen und sich dafür einsetzen.“ 

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