SPD macht sich stark für zusätzliche Verkaufsflächen

Entwicklung der Innnenstadt

Die SPD-Fraktion macht sich dafür stark, in der Innenstadt zwischen Rathausplatz und ABC-Straße bis zu 20.000 Quadratmeter zusätzliche Verkaufsflächen zu schaffen. Damit orientiert sie sich stark am Büro Junker und Kruse, das an einem Standort maximal 15 000 bis 20 000 Quadratmeter Einkaufsfläche als unschädlich für die Innenstadtgeschäfte bewertet hatte.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 03.01.2011, 07:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die SPD-Fraktion wird die Steag-Pläne der Stadtwerke Bochum unterstützen, sagt ihr Vorsitzender Dieter Fleskes.

Die SPD-Fraktion wird die Steag-Pläne der Stadtwerke Bochum unterstützen, sagt ihr Vorsitzender Dieter Fleskes.

"Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir dort die Obergrenze sehen. Das inzwischen veröffentlichte Einzelhandelsgutachten bestätigt diese Position noch einmal", hebt Dieter Fleskes (Foto), Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, hervor. Das Angebot in der Innenstadt soll ergänzt und auf die im Gutachten benannten Branchen beschränkt werden. Damit sind vor allem neue Geschäfte erwünscht, die Bekleidung, Camping-, Sport- und Outdoor-Artikel oder auch Haushaltwaren anbieten.Lange Vorlaufzeit Nach dem Willen der SPD soll es zu keiner Verlagerung von Ankerbetrieben kommen. Nach dem Gutachten hätte die Innenstadt Potenzial für weitere 5000 Quadratmeter rund um Kortumstraße, Bongard-Boulevard und Huestraße. "Wer heute im Innenstadt-Einzelhandel aktiv ist, wird etwa vier bis fünf Jahre lang Zeit haben, sich auf die kommenden Entwicklungen einzustellen, zu investieren, Geschäfte und Arbeitsplätze zu sichern", so Fleskes."Innenstadt stärken" "Wir wollen die gesamte Innenstadt stärken, ergänzen, attraktiver machen. Eine in sich geschlossene Shopping-Mall wie etwa in Essen am Limbecker Platz mit seinen 70 000 Quadratmetern Verkaufsfläche soll in Bochum deshalb nicht entstehen", erklärt Dieter Fleskes.

Eine offene Bauweise, direkte Ausrichtung und Anbindung an Husemannplatz und Kortumstraße, zusätzliche Nutzungen wie Wohnen und Dienstleistungen, wenig neue Gastronomie und vor allem größere Geschäfte, die heute in der Innenstadt fehlen - das sind die Eckpunkte aus SPD-Sicht, so Fleskes. Auch damit orientieren sich die Sozialdemokraten an den Vorschlägen des Planungsbüros Junker und Kruse.