SPD will bei Wahl zulegen

Reinirkens im Gespräch

Den Weg in die SPD hat Dr. Peter Reinirkens "erst" mit 38 gefunden. Seit einem Jahr steht er an der Spitze der Ratsfraktion. Was ist seitdem umgesetzt worden, was wartet auf Erledigung? Im Gespräch mit unserer Redaktion äußert er sich zu Fragen der Stadt sowie zu den Zielen der Partei bei der Kommunalwahl im Mai 2014.

BOCHUM

, 15.12.2013, 18:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Peter Reinirkens ist Vorsitzender der Bochumer SPD-Fraktion. Bei seinem Besuch in der Lokalredaktion der Ruhr Nachrichten spricht er unter anderem über die Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung.

Dr. Peter Reinirkens ist Vorsitzender der Bochumer SPD-Fraktion. Bei seinem Besuch in der Lokalredaktion der Ruhr Nachrichten spricht er unter anderem über die Neuaufstellung der Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung.

Das Kommunalwahlprogramm diskutiert und verabschiedet die SPD heute auf einem Parteitag, der um 18 Uhr im Jahrhunderthaus beginnt. Die Wahlkreiskonferenz kommt am 20. Januar zusammen. Danach steht fest, welche SPD-Bewerber in welchem Wahlkreis antreten. Dem nächsten Rat werden für die SPD neben anderen Gudrun Goldschmidt und Herbert Kastner nicht mehr angehören. Sie verzichten auf eine erneute Kanidatur.

Das gilt auch für das „leidige Thema“ (O-Ton Reinirkens) technischer Betriebe. „Seit 2009 schieben wir das vor uns her.“ Aus Sicht des Fraktionsvorsitzenden lautet dabei die wesentliche Frage: „Wir organisieren wir Abläufe?“ Die SPD-Fraktion hat nach Aussage ihres Vorsitzenden Schwächen entdeckt, die es aufzuarbeiten gelte. Am Ende gelte es auch hier den Knoten durchzuschlagen wie bei der Neu-Aufstellung der Wirtschaftsförderung. Weiter voran treiben will Reinirkens auch die Integration studentischen Lebens in der Innenstadt. „Was die Familie Mauer mit dem Blue Square gemacht hat, ist klasse.“ Reinirkens sieht aber Luft für weitere Projekte dieser Art. Stolz ist er auf die Versorgungsquote bei Wohnheimen. Sie ziehe Studenten aus anderen Ländern an. Das passe zu einer Stadt, in der ein Drittel der Bewohner keinen deutschen Ursprung haben. Gleichwohl sieht er Nachholbedarf bei der Integration.

Noch nicht zufrieden ist der SPD-Fraktionsvorsitzende mit dem Verkehrskonzept. „Die Zeit hat sich geändert.“ Dazu gehört aus Reinirkens Sicht die stärkere Bedeutung des Radverkehrs. Für die Zukunft wünscht er sich eine engere Verknüpfung der Systeme und damit einen Umweltverbund der Mobilität. Einen „guten Aufschlag“ fordert er für das Opel-Areal. „Ich möchte auf den Flächen Dynamik sehen.“ Zugleich sei es „wichtig, dass sich Opel nicht komplett zurückzieht“. Unter dem Strich steht für Peter Reinirkens fest, „dass Bochum nach einer gefühlten Wahlperiode des Sparens quicklebendig ist“. Die SPD habe es „immer geschafft, die Ärmel aufzukrempeln und Perspektiven zu entwickeln." Ob das die Bürger auch so sehen, zeigt sich vor allem bei der Kommunalwahl. Aus seiner Sicht sind für die SPD als Erfolg zu bezeichnen, wenn sie „die prozentuale Ergebnisse ein Stück weit verbessern kann.“

Das Kommunalwahlprogramm diskutiert und verabschiedet die SPD heute auf einem Parteitag, der um 18 Uhr im Jahrhunderthaus beginnt. Die Wahlkreiskonferenz kommt am 20. Januar zusammen. Danach steht fest, welche SPD-Bewerber in welchem Wahlkreis antreten. Dem nächsten Rat werden für die SPD neben anderen Gudrun Goldschmidt und Herbert Kastner nicht mehr angehören. Sie verzichten auf eine erneute Kanidatur.

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