Spendentag gegen die Ebbe in den Blutbanken

rnKatharinen-Hospital

In den Blutbanken herrscht sommertags traditionell Ebbe. Eine Aktion im Katharinen-Hospital beweist allerdings seit Jahren, dass die Menschen auch in den großen Ferien zum Aderlass zu bewegen sind. Am nächsten Dienstag erfährt sie eine Neuauflage.

Unna

, 15.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Traditionell platzieren das Katharinen-Hospital und das Deutsche Rote Kreuz den Termin der Aktion in einer Zeit des Jahres, die als ausgesprochen schwierig gilt. Die Reisezeit und vielleicht auch die Sommerhitze lassen die Beteiligung an Blutspendeaktionen sinken. Weil der Aufwand einer Aktion in einem angemessenen Verhältnis zum Ergebnis stehen muss, gibt es aber weniger Termine. Und dies wiederum wird zum Problem für Menschen, die zwar spendenwillig, aber zeitlich weniger flexibel sind – ein Teufelskreis.

Dass sich die Aktion im Krankenhaus derart gegen den Trend stellt, hängt vermutlich auch mit der Art der Mobilisierung zusammen. Im Grunde handelt es sich um einen „normalen“ öffentlichen Blutspendetermin, zu dem jeder Hilfswillige kommen kann. Allerdings wirbt das Krankenhaus auch in der eigenen Belegschaft, sich an der Aktion auf dem eigenen Gelände zu beteiligen. Fünfeinhalb Stunden Dauer sind ein vergleichsweise langer Spendentag. Und: Für alle, die sich als Stammzellenspender anbieten möchten, gibt es eine Möglichkeit, sich kostenlos typisieren zu lassen.

Ergebnis ist, dass der Spendentermin im KK sogar von mehr Spendern wahrgenommen wird als manch ein anderer Termin im Alltag außerhalb der Ferien. Entstanden war die Aktion allerdings als Trotzreaktion auf eine echte Notlage auch im eigenen Hause. Initiatorin war Laborleiterin Rita Huse. Als ausschlaggebender Moment galt ein Morgen, an dem Huse bei Dienstbeginn mehr Bestellungen für Blutkonserven auf ihrem Tisch vorfand, als im Kühlgerät des Labors rein zahlenmäßig vorhanden waren. Huse wollte ein Zeichen dafür setzen, dass sich etwas tun müsse – und bat die Kollegen zum Aderlass.

Dabei gehen die Spenden im KK nicht direkt in die Versorgung des Krankenhauses, sondern in die geregelte Verteilung über die Blutbanken. Von dort aus kommen sie auch Patienten andernorts zugute. Der Bedarf indes ist hoch. Der Hospitalverbund Hellweg benötigt mit seinen Krankenhäusern in Unna, Werl und Soest etwa 4.850 Blutkonserven pro Jahr.

Blutspende- und Typisierungsaktion des Katharinen-Hospitals am Dienstag, 21. August, von 11.30 bis 17 Uhr im „Forum“ an der Mozartstraße 26.