Sport- und Betriebsstützpunkt ist immer noch nicht fertig

Phoenix-See

Sie sollte nahe der Bootsstege am Südufer des Phoenix-Sees liegen und sowohl dem Yachtclub als auch den städtischen See-Betreibern ein festes Dach über den Kopf geben. Das alles seit Mitte 2015. Doch bislang existiert die Immobilie mit dem klangvollen Namen "Deck P" nur auf dem Papier.

HÖRDE

, 20.10.2016, 01:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sport- und Betriebsstützpunkt ist immer noch nicht fertig

Mit Blick auf den Bootssteg am Südufer sollte auf diesem Grundstück schon lange ein Sport- und Betriebsstützpunkt stehen, doch hier schießt kein Haus in die Höhe, sondern nur das Gras.

„Die Situation ist unbefriedigend“, räumt Ludger Schürholz ein, zuständig für die Vermarktung der See-Grundstücke. „Aber wir drängeln.“ Gründe für den bislang ausgebliebenen Baustart vermag auch er nicht zu nennen. Nur so viel: Es habe sich „um einen schwierigen Abstimmungsprozess gehandelt.“

2013 bei der Immobilienmesse Expo Real in München vorgestellt, sollte die Immobilie auf dem rund 3000 Quadratmeter großen Grundstück am Südufer des Sees 2014 gebaut und Mitte 2015 fertiggestellt sein. Darauf hatten auch die Mitglieder des Yachtclubs Phoenixsee e.V. gesetzt: Sie wollen auf „Deck P“ festmachen, Räume mieten und ihre bislang in Containern verstauten Boote neu unterbringen.

Platz für Handel und Dienstleistungen

Die Wassersportler sind nicht die einzigen Mietinteressenten: Das Konzept für „Deck P“ sieht 48 zwei bis vier Zimmer große Mietwohnungen vor, darunter elf Penthouse-Wohnungen. Darüber hinaus besteht Platz für Handel und Dienstleistungen. Auch die Stadt wollte ihr sechs-köpfiges Team, das den Betrieb des Sees managt, in „Deck P“ unterbringen. Das Gebäude soll der Sport- und Betriebsstützpunkt am Phoenix-See werden. Fragt sich nur, wann.

Architekt Veit Pothmann aus Unna möchte nichts zu dem Thema sagen. Außer, dass der Bauantrag bei der Stadt liege. Im November 2013 war er eingereicht worden, beschieden ist er bis heute nicht. Auf Anfrage teilt die Stadt mit, es fehle noch der Abschluss eines „Gestattungsvertrages“, der es erlaube, unter dem Grundstück eine Tiefgarage zu bauen. Zudem müsse der Bauherr der Planung für einen öffentlichen Platz zustimmen, der ebenfalls angelegt werden soll.

Der Kaufvertrag für die Fläche ist lange besiegelt. Dennoch gibt sich Eigentümerin und Bauherrin Vera Conle-Kalinowski aus Essen, eine von drei Töchtern des früheren LTU-Gründers Kurt Conle, zugeknöpft. „Ich habe keine weiteren Informationen zu dem Grundstück“, sagte sie auf telefonische Anfrage. Auch ihr bisheriger Interessenvertreter Dirk Froese, Prokurist und Rechtsanwalt aus dem Imperium des schillernden Bauunternehmers Josef Esch (Troisdorf), wollte sich trotz mehrfacher Nachfrage nicht äußern.

Unklare Gemengelage

Grundstücks-Vermarkter Schürholz indes lässt sich durch die unklare Gemengelage nicht aus der Ruhe bringen. Es seien „Gespräche geführt worden“, sagt Schürholz nebulös. Er sei nun „guten Mutes, dass im März 2017 mit dem Bau begonnen“ werde. Sollte es wider Erwarten doch nicht zum ersten Spatenstich kommen, „dann“, so Schürholz, „werden wir über die Rückabwicklung des Grundstücksvertrages nachdenken.

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