Sporthalle in Startlöchern

HÖRDE Der aus der Hockey-Szene stammende "DoSport"-Verein nimmt Anlauf für den Bau einer Dreifach-Sporthalle am Phoenix-Gymnasium. Im Oktober sollen die Pläne den Gestaltungsbeirat passieren.

von Peter Bandermann

, 09.09.2008, 16:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Einfach-Turnhalle des Phoenix-Gymnasiums ist nicht ausreichend.

Die Einfach-Turnhalle des Phoenix-Gymnasiums ist nicht ausreichend.

Jener u. a. mit auswärtigen Spezialisten besetzte Beirat hat, wie der Name sagt, beratende Funktion: Das Gremium kann Rats-Ausschüssen die Pläne empfehlen oder nicht empfehlen. "DoSport"-Vorstandsmitglied Dr. Michael Kohler möchte im Oktober gern den Startschuss hören, um für das Gymnasium in Hörde und Dortmunder Sportvereine im Frühjahr 2010 eine auf Schul- und Turniersport ausgerichtete Sporthalle zu übergeben. Drei Millionen Euro soll der Neubau kosten, den die NRW-Bank finanziert.

Stadt wird Hautpmieter

Hauptmieter ist die Stadt. "Sobald wir mit dem Bau beginnen, gehen wir auf Vereine zu, um sie als Mieter zu gewinnen. In Frage kommen auch Betriebssportguppen", so Dr. Michael Kohler, der auf dem Höchsten wohnt.

Ausgestattet ist die Halle mit einer Tribüne für 200 Zuschauer und einem Foyer, das Platz u. a. für Veranstaltungs-Gastronomie bieten soll. Eine Sporthallen-Architektur also, mit der sich die Mieter auch Einnahmequellen sichern können.

Bisher sind Sporthallen-Pläne schleppend voran gekommen, denn mit dem "Private-Public-Partnership"-Modell, bei dem in diesem Fall öffentlicher Grund und Boden und privates Kapital verschmelzen, ist in Dortmund noch keine Sporthalle gebaut worden. "Im Schulhaushalt gab es kein Geld für einen Neubau, also mussten wir eine Alternative suchen", blickt der Leiter des stätdischen Liegenschaftsamtes, Lothar Staschik, zurück.

Selber bauen wäre teurer

Obwohl der Zeitplan den Wünschen hinterher hinkt, ist Staschik von der Zusammenarbeit zwischen der Stadt und einem Privatinvestor überzeugt: "Mieten ist für die Stadt billiger als selber bauen." Längst stehen die Sportlehrer des Phoenix-Gymnasiums mit der Stoppuhr am Rand. Denn ihnen läuft auf den täglichen Stadtrundfahrten die Zeit davon: Mit Bussen fahren die Gymnasiasten seit Jahren schon in acht umliegende Sporthallen, weil die eigene Einfach-Turnhalle den Bedarf nicht deckt. Zurzeit besuchen 960 Schüler das Gymnasium.

Die vielfach vertröstete Schulleiterin Ursula Forthaus bleibt gelassen: "Ich glaube das erst, wenn hier die Bagger arbeiten."