Sprechchor und "Borderline Prozession" gewinnen Publikumspreise

Schauspiel Dortmund

Die beliebtesten Schauspieler und das beliebteste Stück der Schauspiel-Saison 15/16 stehen fest: Der Dortmunder Sprechchor und die Inszenierung "Die Borderline Prozession" haben bei den Publikumspreisen die meisten Stimmen bekommen. Eine große Überraschung gab es beim Kritikerpreis.

DORTMUND

05.09.2016, 12:49 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sprechchor und "Borderline Prozession" gewinnen Publikumspreise

Der Dortmunder Sprechchor - hier bei der Aufführung "Das Bildnis des Dorian Grey" - hat einen Publikumspreis des Schauspiels bekommen.

Beim Megastore-Schauspielfest am Samstagabend lüfteten die Schauspielfreunde das Geheimnis um die Preisträger der diesjährigen Publikumspreise und des Kritikerpreises. Zwei Preise vergab das Publikum. Abgestimmt hatten die Zuschauer des Schauspiels in den Monaten zuvor entweder per Urnenwahl im Megastore und im Schauspielhaus oder online auf RuhrNachrichten.de.

In der Abstimmung für das beliebteste Stück der vergangenen Spielzeit bekam die „Borderline Prozession“ von Regisseur Kay Voges und den Autoren Alexander Kerlin und Dirk Baumann (Dramaturgie) die meisten Stimmen der Zuschauer. Laudator Sascha Westphal nannte die Inszenierung ein „Theaterwunder“.

Unter den 17 Ensemblemitgliedern - inklusive Sprechchor – hatten die Zuschauer für den beliebtesten Schauspieler bzw. die beliebteste Schauspielerin abgestimmt. Gewonnen hat der rund 100-köpfige Sprechchor. Laudatorin Sabine Hempen von den Schauspielfreunden lobte den Sprechchor für seine atmosphärischen, ergreifenden Inszenierungen wie zum Beispiel „Das Bildnis des Dorian Gray“.

Technische Mitarbeiter bekommen Kritikerpreis

Im Auftrag der Schauspielfreunde vergab die Kritikerjury einen Preis für eine besonders herausragende Leistung des Schauspiels. Preisträger sind die Technischen Mitarbeiter des Schauspiels und die beiden Leiter Thomas Bohl und Thomas Pohlmann für den Umzug und den schwierigen Betrieb des Schauspiels in der ehemaligen Lagerhalle des Megastore in Hörde. „Sie haben eine erstaunliche Metamorphose ermöglicht“, sagte Abegg in seiner Laudatio. „Sie haben einen Ort, den man früher mit bedruckten T-Shirts in der Hand verlassen hat, zu einem Ort gemacht, den man heute mit beeindruckter Seele verlassen kann.“

Zur Kritikerjury gehörten Kulturredakteure und Theaterrezensenten, die regelmäßig über die Premieren des Schauspiels berichten: Arnold Hohmann (WAZ), Stefan Keim (WDR, Deutschlandfunk, Die Welt, Die deutsche Bühne), Honke Rambow (ruhrbarone.de), Dr. Ralf Stiftel (Westfälischer Anzeiger), Sascha Westphal (K-West und nachtkritik) und Tilman Abegg (Ruhr Nachrichten). 

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt