Sprengung die Zweite

A 40-Baustelle

Alle guten Dinge sind im Fall der Brückensprengung an der Bahnhofstraße wohl zwei. Nach dem missglückten Sprengversuch am vergangenen Freitagabend – zwei Zündketten hatten nicht gezündet – glückte am Sonntagmorgen alles auf Anhieb.

WATTENSCHEID

von Von Verena Halten

, 30.01.2011, 13:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Sprengung geglückt: In der alten Brücke über der Bahnhofsstraße prangert nun ein großes Loch.

Sprengung geglückt: In der alten Brücke über der Bahnhofsstraße prangert nun ein großes Loch.

Trotzdem waren einige Zuschauer und Anwohner, die sich in sicherer Entfernung versammelt hatten, um auch bei diesem Versuch live dabei zu sein, etwas enttäuscht. „Das war jetzt also tatsächlich alles?“, fragte Sandra Nienhaus schmunzelnd. Die sichere Entfernung hatte am Freitag übrigens für Verwirrung gesorgt. Denn diese wurde noch vor Ort aus Sicherheitsgründen erweitert. Diese Information erreichte die Wartenden jedoch nur zum Teil, sodass sich die Sprengung verzögerte. „Der Entschluss, die Absperrung weiter nach hinten zu verlegen, kam relativ kurzfristig vom Sprengmeister“, so Witte. Auch für den zweiten Sprengversuch am Sonntagmorgen wurden die umliegenden Straßen evakuiert. Die Anwohner mussten ihre Häuser jedoch nur von 10.30 Uhr bis etwa 11.10 Uhr räumen. Betroffen waren etwa 215 Menschen. Für die Wartenden standen Busse der Bogestra bereit. Doch nur 31 nutzten dieses Angebot. Die Anwohner und Schaulustigen hatten sich mit mit Fotokameras, Fotohandys oder Camcordern bewaffnet. „Heute sieht man wenigstens was, weil es nicht so dunkel ist“, sagte Michelle Gerokel. Die kleineren Zuschauer beeindruckte dann eher die Akustik: „Das war aber laut“, fanden Flora Nienhaus sowie Leonie und Lisa Hahn aufgeregt, als es in Wattenscheid zum zweiten Mal gehörig gekracht hatte. Und die Menge brach in tosenden Applaus aus. Die A 40 war während der Sprengungen in beide Fahrtrichtungen zwischen Wattenscheid West und Bochum-Hamme gesperrt. Erst ab Montagmorgen fuhr der Verkehr wieder.