Sprinter Ronny Ostwald will noch einmal angreifen

BOCHUM Sprinter Ronny Ostwald (TV Wattenscheid 01) gibt noch einmal Gas. Zuletzt befand er sich mit dem "Top Team Berlin 2009" des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in Monte Gordo (Portugal), um sich auf die Weltmeisterschaft im nächsten Jahr vorzubereiten. Mit dem 34-Jährige führte vor Ort für uns DLV-Pressesprecher Peter Schmitt ein Interview.

01.01.2009, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min
TV 01-Sprinter Alexander Kosenkow jubelt bei der DM 2007 über den 100-Meter-Sieg in 10,35 Sekunden. Er gewinnt vor Ronny Ostwald (M.) und Christian Blum (LAC Fürth). Foto  dpa

TV 01-Sprinter Alexander Kosenkow jubelt bei der DM 2007 über den 100-Meter-Sieg in 10,35 Sekunden. Er gewinnt vor Ronny Ostwald (M.) und Christian Blum (LAC Fürth). Foto dpa

Ronny Ostwald, im Jahr 1999 hat Ihre Karriere begonnen, 2009 könnte Ihre Laufbahn mit der WM in Berlin enden. Was haben Sie sich für die kommende Saison vorgenommen?

Ostwald: Ich möchte unbedingt zur WM nach Berlin fahren, und zwar diesmal nicht nur als Ersatzmann, sondern als fester Bestandteil der 4x100-Meter-Staffel. Im Jahr 1999 habe ich direkt in Berlin mit der Leichtathletik so richtig begonnen. Also hat die WM in der Hauptstadt einen ganz besonderen Reiz für mich, und es wäre schön, wenn ich das Ende meiner sportlichen Laufbahn auch wieder an diesem Ort feiern könnte.

Zuletzt waren Sie im Trainingslager in Monte Gordo. Was machte denn das "Top Team Berlin 2009" in Portugal genau?

Ostwald: Fast alle Top-Athleten, die für die WM 2009 in Frage kommen, waren in Portugal zusammengekommen. Wir haben die nächsten Trainingslager und die Wettkampftermine für die anstehende Saison besprochen. Es sind auch Ernährungsberater und Psychologen vor Ort gewesen, mit denen wir Gespräche führen konnten. So stimmten wir uns optimal auf das Highlight des nächsten Jahres ein.

Bei den Olympischen Spielen in Peking konnte die 4x100-Meter-Staffel mit Platz fünf durchaus zufrieden sein. Insgesamt waren die Sprintergebnisse aber nicht gerade rosig. Wie fällt Ihr persönliches Fazit aus?

Ostwald: Naja, ich war eben nur der Ersatzmann. Damit war ich natürlich nicht zufrieden. Ich wollte schon mitlaufen in der Staffel. Aber ich denke, dass das Team mit der Platzierung sehr zufrieden sein kann. Sicherlich hätten sich die Jungs eine bessere Zeit gewünscht, weil sie im Vorfeld auch schon öfters schneller gelaufen sind.

Berlin wäre die Krönung für Sie. Aber was kommt nach Ihrer Laufkarriere?

Ostwald: Ich habe während meiner Sprintkarriere schon mehrere Trainerscheine gemacht, bis hin zum A-Trainerschein. Es wäre ein Traum für mich, wenn ich nach meiner Laufbahn im Sport bleiben und als Trainer arbeiten könnte.