Sprungbrett zu einer Weltkarriere

Oper Dortmund

Die Oper Dortmund war schon immer ein Sprungbrett für große Karrieren. Sechs Intendanten sowie neun Generalmusikdirektoren haben seit Eröffnung des neuen Opernhauses am 3. März 1966 junge Sänger engagiert, die von Dortmund aus eine Weltkarriere gestartet haben.

DORTMUND

, 04.03.2016 / Lesedauer: 2 min
Sprungbrett zu einer Weltkarriere

Das Dortmunder Opernhaus.

Eine besonders glückliche Hand bei der Suche nach guten Stimmen hatte Horst Fechner als letzter Generalintendant von 1985 bis 1995. In seine Ära fiel auch der "Ring" in der Inszenierung von Heinz Lukas-Kindermann, der fast ausschließlich mit künftigen Weltstars besetzt war.

Sternstunden in den 1980er-Jahren

Die größte Karriere haben die ehemaligen Dortmunder Sängerinnen Waltraud Meier und Jane Henschel gemacht, die in den 80ern für Sternstunden unter dem Dortmunder Schildkrötendach gesorgt haben. Aber auch Bassist Günter Wewel war nicht nur in Dortmund ein Publikumsliebling, sondern später mit seinen "Kein schöner Land"-Sendungen auch im Fernsehen.

Bariton Johannes Martin Kränzle, der russische Tenor Alexander Fedin, die großartigen Heldentenöre Wolfgang Millgramm und Wolfgang Schmidt, Mezzosopranistin Petra Lang, der wunderbare Heldenbariton Oskar Hillebrandt oder der tolle Bariton Franz-Josef Kapellmann sind Namen, die man heute auf den Besetzungszetteln der Welthäuser liest. Und gerne erinnert sich das Publikum auch an Jayne Caselman, die im vergangenen Monat gestorben ist, oder Tansel Akzeybek, der in Bayreuth singt.

Stars am Dirigentenpult

Ausgesprochene Publikumslieblinge waren in den 90er-Jahren auch Elisabeth Lachmann und Andreas Becker, die dem Haus lange treu geblieben sind. Und auch am Dirigentenpult standen Stars: Marke Janowski, Hans Wallat oder Axel Kober, der jetzt in Bayreuth dirigiert.

In jüngerer Zeit, in der Ära der schönen Stimmen von Jens-Daniel Herzog, sind Eleonore Marguerre, Christiane Kohl, Karl-Heinz Lehner und Lucian Krasznec auf dem Weg zu einer großen Karriere. Und wer weiß - vielleicht schwärmen die Opernfreunde in 50 Jahren genau von dieser Ära am Opernhaus Dortmund.JG