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Stacheldraht versperrt Wege in der Wallanlage am Autobahnkreuz

Kastanienhof in Unna

Die Rodungsarbeiten am Wall rund um den Kastanienhof haben ungeahnte Folgen: Fußgänger nutzten die freigelegten Flächen. Dem hat die Stadt jetzt ein Ende bereitet: mit Stacheldraht.

Unna

, 25.07.2018 / Lesedauer: 2 min
Stacheldraht versperrt Wege in der Wallanlage am Autobahnkreuz

Mit Stacheldraht verdeutlicht die Stadt, dass an dieser Stelle niemand hergehen darf. © Marcel Drawe

Als die Bäume, Büsche und Sträucher entfernt waren, hatten die etwa zehn unmittelbaren Anwohner am Kastanienhof keine Begrenzung zu ihren Grundstücken mehr. „Es war daher ein Wunsch der Anwohner, dass wir dort für eine Begrenzung sorgen“, erklärt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld. So mancher Nachbar rieb sich indes die Augen, als er das Ausmaß der Begrenzung sah. Neben dem neu aufgestellten „Betreten verboten“-Schild wurde nämlich auch noch Stacheldraht gespannt. „Ich denke vor allem an Kinder, Tiere und Wildtiere, die sich daran verletzten können“, sagt Reinhold Hemminghaus und fragt. „Macht man heutzutage noch Stacheldrahtzäune?“

Stadt: gewöhnlicher Zaun leicht zu überwinden

Das sei mit den unmittelbaren Anwohnern besprochen worden, sagt Stadtsprecher Ueberfeld. „Das ist eine Sicherungsmaßnahme auf ihren Wunsch hin, weil die Grundstücke nun leicht zugänglich waren. Einen gewöhnlichen Zaun kann ja jeder leicht umschubsen.“

1400 Euro kostete die Maßnahme, die nun Mensch und Wall voneinander trennen soll. „Der vorhandene Weg auf dem Wall ist nur ein Wirtschaftsweg der Stadt, das ist nicht der offizielle Spazierweg“, betont Ueberfeld, dass nur der Bereich des Walles in Richtung B1 zwischen Eiben- und Fichtenweg betroffen sei.

Stacheldraht versperrt Wege in der Wallanlage am Autobahnkreuz

Einige Wege im Kastanienhof sind für Spaziergänger nutzbar, andere nicht. An dieser Stelle ist das Betreten der Wallanlage ausdrücklich verboten. © Marcel Drawe