Stadt bekämpft Graffiti-Sprayer mit Wein

20-Meter-Wand an der B54

Gleich mehrfach haben Sprayer die Gabionenwand an der B 54 seit ihrer Errichtung in 2014 beschmiert. Erst ließ die Stadt die Farbe aufwendig entfernen, dann fehlte für weitere Sanierungsarbeiten das nötige Geld. Jetzt hat sich die Verwaltung eine andere Methode gegen Graffiti einfallen lassen - und greift zum Wein.

BRÜNNINGHAUSEN

, 11.03.2015, 02:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Steinwand in Dortmund ganz in der Nähe des Rombergparks zieht Sprayer magisch an. Die Stadt will nun dagegen vorgehen. Statt die Graffiti zu entfernen, will sie sie mit Pflanzen verdecken.

Diese Steinwand in Dortmund ganz in der Nähe des Rombergparks zieht Sprayer magisch an. Die Stadt will nun dagegen vorgehen. Statt die Graffiti zu entfernen, will sie sie mit Pflanzen verdecken.

Was sind überhaupt Gabionen?

So nennt man Mauersteinkörbe - hier gibt es Gitter, die die Steine zusammenhalten. Die Wand ist quasi ein riesiger, mit Steinen gefüllter Drahtkorb.

Was ist das Problem an der Gabionenwand?

Kaum wurde die Steinwand Anfang des Jahres  2014 fertiggestellt , wurde sie von Graffiti-Sprühern beschmiert' tag='. Die Wand musste daraufhin für mehrere Tausend Euro aufwendig gesäubert werden. Bei der offiziellen Einweihung Mitte des Jahres 2014 wurde die Wand erneut besprüht. Die Stadt beließ es dabei' tag=', weil sie kein Geld für die Entfernung der Farbe zur Verfügung hatte. 

Was hat sich seitdem an der Gabionenwand getan?

Seit September ist nichts passiert. Die CDU-Fraktion im Rat der Stadt hatte den Missstand im Bürgerdienste-Ausschuss zur Sprache gebracht.

Wie reagiert die Stadt auf die Kritik der CDU?

Stadtentwässerung und Tiefbauamt haben bereits im vergangenen Jahr beschlossen, dass die Wand bepflanzt werden soll. „Die Pflanzarbeiten konnten jedoch in den Wintermonaten aufgrund der Witterungsbedingungen nicht durchgeführt werden“, berichtet Stadtsprecherin Anke Widow.

Wie genau soll die Wand bepflanzt werden?

Durch die Pflanzung von Gehölz im Schondelletal und Wildem Wein am Fuß der Gabionenwand will die Stadt dafür sorgen, dass die Sicht auf die vorhandenen Graffiti eingeschränkt wird. Dann kann die Wand auch nicht mehr direkt besprüht werden.

Wann sollen die Arbeiten beginnen?

Etwa ab dem 16. März 2015 und voraussichtlich bis Ende April 2015 sollen die Arbeiten stattfinden.

Was wären die Alternativen gewesen?

„Die angedachte Bemoosung der Gabionenwand kommt aus fachlichen Gründen nicht in Betracht, da die Witterungsverhältnisse vor Ort – Trockenheit und direkte Sonneneinstrahlung – diese Art des Pflanzenwachstums nicht erlauben“, erklärt Widow. Und auch die Entfernung der Graffiti mit Lösungsmittel oder ähnlichen Maßnahmen sei aufgrund des unmittelbar unter der Gabionenwand gelegenen Gewässers wasserrechtlich unzulässig. 

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