Stadt Borken schafft 200 Parkplätze für Ein- und Auspendler

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Am Borkener Ortseingang soll ein neuer Parkplatz für Pendler mit 200 Stellplätzen für Autos und 60 für Fahrräder entstehen. Die Planungen für die Fläche an der Heidener Straße laufen.

von Peter Berger

Borken

, 27.06.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Pläne für einen Pendlerparkplatz am Borkener Ortseingang an der Heidener Straße werden konkreter. Der ehemalige Landfahrerplatz nahe der B67-Anschlusstelle soll so umgestaltet werden, dass Raum unter anderem für 200 Pkw-Stellplätze entsteht.

Vorgesehen sind außerdem eine überdachte und abschließbare Anlage für rund 60 Fahrräder. Vorerst drei Ladesäulen für E-Fahrzeuge sowie eine Haltestelle für einen Shuttleverkehr runden das multifunktionale Konzept ab. Der Platz soll laut Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing sowohl Ein- als auch Auspendlern dienen, die dort auf ein anderes Verkehrsmittel oder in eine Fahrgemeinschaft umsteigen möchten.

Parkplatzprobleme in der Borkener Innenstadt

Auslöser der Planungen waren die Parkplatzprobleme in der Innenstadt. Durch den Ausbau der Firmenzentrale der Deutschen Glasfaser zeichneten sich neue Engpässe ab. Die Deutsche Glasfaser beauftragte das Borkener Ingenieurbüro isw mit der Planung. Inzwischen laufen die Fäden im Rathaus zusammen.

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„Die ersten Überlegungen, den Platz exklusiv für einen Nutzer anzulegen, erschienen uns nicht zielführend. Um den Platz uneingeschränkt für alle Nutzerinnen und Nutzer anzubieten, ist eine Trägerschaft durch die Stadt Borken geboten“, teilte die Verwaltung auf Nachfrage mit. Bei der Planung sei besonderes Augenmerk auf eine ökologische Ausrichtung gelegt worden. Beispielsweise soll für die Stellplätze Rasenfugenpflaster verwendet werden, wodurch die Versiegelung minimiert wird.

Stadtverwaltung zapft Fördertöpfe an

Durch das Anzapfen verschiedener Fördertöpfe sind nach Angaben der Stadtverwaltung Zuschüsse von bis zu 70 Prozent zu erwarten. Dies betrifft die Baukosten für den Parkplatz, die die Verwaltung auf 850.000 Euro veranschlagt. Keine Zuschüsse sind hingegen für das Anlegen einer Linksabbiegespur auf der Heidener Straße zu erwarten. Diese könnte knapp 400.000 Euro kosten. Klarheit über die Förderung erhofft sich die Stadtverwaltung Anfang September, wenn Gespräche mit der Bezirksregierung stattgefunden haben.

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Der Stadtrat nahm die Pläne am Mittwochabend einstimmig an. CDU-Fraktionsvorsitzender Frank Richter, der geschäftsführender Gesellschafter des Ingenieurbüros isw ist, hatte zuvor seine Befangenheit erklärt und an der Abstimmung nicht teilgenommen. Maja Becker (Grüne) bemängelte, dass die Verkehrssituation für Radpendler beim Überqueren der Heidener Straße „sehr kritisch“ sein könnte. Bürgermeisterin Schulze Hessing sicherte zu, dass dies bei den weiteren Planungen nochmal angesprochen werde. Gelten soll in diesem Streckenabschnitt künftig Tempo 50.

Auf dem Gelände kampieren konnten Landfahrer seit 2016 nicht mehr. Der Platz sei für diesen Zweck aufgrund der geringen Nachfrage geschlossen worden, hatte die Stadt Anfang des Jahres mitgeteilt.

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