Stadt füllt die Gruben-Landschaft unter der Stockumer Straße

Bergschäden

Die Stockumer Straße ist unterhöhlt von ehemaligen Bergbaugruben – eine Gefahr für Landschaft und Verkehr. Nun beginnen Arbeiten, die das Problem beheben sollen.

BAROP

von Von Felix Guth

, 27.10.2012, 07:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unter der Stockumer Straße gibt es zahlreiche Bergschäden.

Unter der Stockumer Straße gibt es zahlreiche Bergschäden.

 Mit der Verfüllung der Bergbauschäden endet auch die Einschränkung für den Verkehr auf der Stockumer Straße. Im November 2011 hatte die Stadt stadteinwärts auf einem Stück von rund 100 Metern das Tempolimit von 50 km/h auf 30 km/h reduziert. Vor gut einem Jahr waren die Schäden bei der Sichtung von Grubenbildern der Bezirksregierung Arnsberg (Abteilung Bergbau und Energie) aufgefallen.Weitere Analysen ergaben, dass in dem Bereich um Gardenkamp und Stockumer Straße umfangreich Frühbergbau betrieben wurde. Im späten 19. Jahrhundert wurden hier Steinkohle und Eisenstein abgebaut, unter anderem hatte hier die Zeche „Kaiser Friedrich“ ihren Standort, früher bekannt als Baroper Steinkohlebergwerke „Vereinigte Henriette“, Holthausen“ und „vereinigte Hummelbank“ sowie „Louise & Erbstollen Frischgewagt“. Nachfolgefirma ist die „Eon AG“ mit Sitz in Gelsenkirchen.

Die Stadt ist Eigentümer des Grundstücks und für die Sanierung zuständig, weil es sich um Bergbau vor dem Jahre 1900 handelt. Im gesamten Stadtgebiet, speziell aber im Dortmunder Südwesten gibt es Spuren des vorindustriellen Bergbaus. Immer wieder macht sich dies in Bergschäden bemerkbar. Durch die unterirdischen Hohlräume kann der Boden einbrechen, außerdem gefährden Bodensenkungen die Statik von Gebäuden. Im Stadtbezirk Hombruch hatte es zuletzt größere Schäden an der A45 in der Bittermark sowie auf dem Gelände der Baroper St. Franziskus-Xaverius-Gemeinde gegeben.