Stadt möchte transparente Lärmschutzwände

Sechsspuriger B1-Ausbau

Grundsätzlich grünes Licht hat die Bezirksvertretung (BV) für die Planung zum sechsstreifigen Ausbau der B 1/A 40 zwischen B 236 und Kreuz Unna gegeben. Ihre Anliegen dabei sind Lärmschutz und Gestaltung.

BRACKEL

von Von Uwe Brodersen

, 16.09.2011, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die B 1 von Osten im Bereich des Autohauses: Hinten (in Rot) eine massive Wand, rechts die Variante in Glas.

Die B 1 von Osten im Bereich des Autohauses: Hinten (in Rot) eine massive Wand, rechts die Variante in Glas.

Wo immer es möglich sei, sollten transparente Lärmschutzwände statt hässlicher Betonversionen den neuen Ruhrschnellweg säumen. Zwar reflektiere eine gläserne Wand den Schall, während eine aus Beton ihn schlucke. Doch könne die Glaswand gut dorthin kommen, wo keine Wohnbebauung betroffen sei, z.B. der Hauptfriedhof dahinter liege. Wichtig sei auch, den östlichen Stadteingang schön zu gestalten, um dem Autofahrer die Identität des Ruhrgebiets und Dortmunds zu vermitteln. Im Zuge des Ausbaus soll die Stadtbahn ausgefädelt werden, so dass Kreuzung und Ampel an der Einmündung zur Marsbruchstraße nicht mehr nötig sind.

Effektiven Lärmschutz für Anwohner – am liebsten mehr als gesetzlich vorgeschrieben – möchte die BV vor allem an der B 1-Auffahrt Leni-Rommel-Straße und im Bereich der Schweizer Siedlung. Ursprünglich sollten drei bis vier Autohäuser sich ansiedeln, die den Lärm ausgeblendet hätten, übrig blieb nur Toyota/Lexus. Aktiver Schallschutz durch andere Ansiedlungen sei Ziel der Stadt, so Walter Nickisch vom Planungsamt. Auch soll die B 1 „Flüsterasphalt“ erhalten. An der Haltestelle „Gottesacker“ ist ein Spritzschutz vorgesehen. Was am Ende verwirklicht wird, hängt maßgeblich vom Geld ab. Beteiligt sind auch Straßen.NRW und die Bezirksregierung.