Stadt präsentierte Pläne zum Umbau der Pferdebachstraße

WITTEN Wo sich jetzt Mängel aneinanderreihen soll es demnächst große Veränderungen geben: Der Umbau der Pferdebachstraße. Am Dienstagabend trafen sich Anwohner und Mitarbeiter des Planungsamtes zu einer Bürgeranhörung.

von Von Christine Wagner

, 03.09.2008, 11:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anwohner Hans-Peter Müller aus der Pferdebachstraße 
interessiert besonders die Regelung des Schwerlastverkehrs.

Anwohner Hans-Peter Müller aus der Pferdebachstraße interessiert besonders die Regelung des Schwerlastverkehrs.

Das läge am Verlust der Brücke, die habe vorher den Schwerlastverkehr von der Straße gehalten. „Das sind die Mautflüchtlinge“, ruft jemand dazwischen. Das Planungsamt gibt an diesem Abend Einsicht in den derzeitigen Stand. Die Kanalerneuerung steht an. Auf der Pferdebachstraße gibt es keine Radstreifen. Die Firma Bosch Rexroth hat expandiert. „Wir sind hier um den Prozess voranzuführen!“, sagt Planungsamtsleiter Franz Buresch. Dazu präsentieren die Wittener Stadtplaner zunächst ihr Szenario, das noch viele Alternativen offen hält.

Ein Kreisverkehr auf der Pferdebachstraße, Ecke der Einmündung in die Westfalenstraße auf der einen Seite und die Krankenhauszufahrt auf der anderen, ist so gut wie sicher. Der Förderantrag könne, laut Stadtplaner Jens Kater, 2009 eingereicht werden. Noch sei die Finanzierung jedoch nicht gesichert. Baubeginn also frühestens weit nach 2010.

Aber nicht nur die Pferdebachstraße ist betroffen von Veränderungen: Es geht ebenso um eine Verkehrsentlastung der Diakonissenstraße. Als reine Wohnstraße soll hier kein Durchgangsverkehr mehr fließen. Dafür könnte die Westfalenstraße einen Zweirichtungsverkehr erhalten. Eine Verkehrszählung wird wegen der Laster vorgenommen, Parallelstrecken bedacht, Gehwege verbreitert, Radstreifen geplant. Insgesamt wirkt das Konzept durchdacht, auch wenn es an der einen oder anderen Ecke noch hakt.

Ein kniffliger Punkt: die Kosten. Ein neues Landesgesetz schreibt die Sanierung der privaten Kanäle bis spätestens 2015 vor. Das soll im Rahmen der Baumaßnahmen angegangen werden. Grundstücksbesitzer werden zur Kassen gebeten. Möglicherweise auch für den Bau von Bürgersteigen. „Dazu sind aber noch keine Kosten berechnet“, sagt Jens Kater.