Stadt und Bürgerbegehren suchen Lösungskonzept

Zukunft der Stadtbücherei

Nachdem die Gespräche über die Zukunft der Stadtbücherei oftmals ins Stocken geraten sind, ist nach dem überraschenden Einlenken der Stadtspitze das Ziel ehrgeizig gesteckt. Ein tragfähiges Konzept soll her.

WITTEN

von Von Irene Steiner

, 02.02.2011, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt und Bürgerbegehren suchen Lösungskonzept

Ein Erfolg, der auch am Tag danach Dr. Alfred Kastning vom Bürgerbegehren zufrieden stimmt: "Das ist ein Riesenfortschritt. Bisher liefen die Gespräche mit der Stadt eher konfrontativ ohne Annäherung." Das soll sich jetzt ändern. Zwar halten die Verantwortlichen der Bürgerinitiative an ihren Wunschvorstellungen fest. Die da sind: Verbleib der Stadtbücherei in dem Gebäude an der Ruhrstraße. Erhalt der Stadtbibliotheken. Doch jetzt gibt es auch bei den Vertretern des Bürgerbegehrens ein "Aber". Dr. Kastning: "Wir wissen natürlich, dass die Stadt sparen will. Dem können wir uns nicht verschließen." Um zu sinnvollen Handlungsalternativen zu kommen, müsse man sich auch über moderne Bibliotheksorganisation zum Beispiel mit Selbstausleihe informieren. Und über eine sinnvolle Zukunft der Stadtteilbüchereien. Auch die Vertreter der Stadt zeigen sich kooperativ. "Wir suchen jetzt eine Lösung, mit der alle leben können", sagte gestern der Referent der Bürgermeisterin Norbert Gärtner auf Anfrage. Vertrauensbildende Maßnahmen sind das, die bis zum 14. Februar nur ein Ergebnis bringen sollen: Auf allen Seiten das Gefühl, das man gemeinsam und konstruktiv eine tragfähige Lösung in der Büchereifrage finden kann. Darüber wird in den nächsten Tagen viel gesprochen. Heute beraten die Vertreter des Bürgerbegehrens, morgen ist das erste Gespräch mit den Vertretern der Verwaltung und des Kulturforums geplant.

Und wenn man sich auf eine gemeinsame Vorgehensweise einigen kann, dann wird es am 1. März inhaltlich ernst: Für diesen Tag wurde die erste Veranstaltung der Bürgerwerkstatt im Saalbau angesetzt. Das wird dann die institutionalisierte Beteiligung der Wittener Bürger an dem Zukunftskonzept für die Stadtbücherei Witten sein. Zwei Jahre Zeit hat man sich dafür gegeben: Bis Ende 2012 gilt das Moratorium, dass in dieser Zeit das Gebäude Ruhrstraße 48 nicht verkauft wird und keine Zweigstelle geschlossen wird.