Stadt will elf Grundschulen schließen

Schulentwicklungsplan

BOCHUM Da steckt Sprengstoff drin: Weil es immer weniger Kinder gibt, plant die Stadt massive Veränderungen in der Schullandschaft. Allein elf Grundschulen sollen auslaufen. Wir haben die Streichliste.

von Von Thomas Aschwer

, 09.06.2010, 18:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt will elf Grundschulen schließen

Gegen die Schließung der Max-Greve-Schule an der Castroper Straße wird bereits protestiert.

Nach intensiven Beratungen in drei Arbeitsgruppen liegen jetzt konkrete Vorschläge auf dem Tisch, die nach den Sommerferien in den politischen Gremien beraten und bis Ende des Jahres beschlossen werden sollen. In einer ergebnisoffene Diskussion, wie die Verwaltung betont. Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch verweigerte die Stadt jedoch jegliche Auskunft zu Schulnamen. Das Thema ist zu brisant. Den Ruhr Nachrichten liegen für den Grundschulbereich hingegen detaillierte Informationen vor. Danach müssen sich 16 Schulen auf Veränderungen einstellen. In den meisten Fälle läuft es auf ein Auslaufen hinaus.

  • Geschlossen werden soll etwa die Borgholzschule in Wiemelhausen. Beim Infoabend für die künftigen Erstklässler am Dienstag ist den Eltern bereits mitgeteilt worden, dass die Grundschule auf der Schließungsliste steht.
  • Die Carl-Arnold-Kortum-Schule und die Graf von der Recke-Grundschule sollen in der Feldsieper Schule aufgehen.
  • Auslaufen soll nach Informationen der Ruhr Nachrichten auch die Schule am Tippelsberg.
  • Im Bochumer Norden haben nach den Plänen der Arbeitsgruppe die Mühlenbachschule und die Rosenbergschule keine Zukunft mehr.
  • Im Osten stehen die Rüsingschule und die Grundschule an der Samborner Straße zur Disposition.
  • In Wattenscheid gibt es Pläne, die Grundschule Wattenscheid-West zu stärken. Darin aufgehen soll die Swidbertschule und die Gemeinschaftsgrundschule Leithe.
  • Schließlich soll nach diesen Plänen auch die Max-Greve-Schule auslaufen.

Gezielt geschwächt? Letztere ist bereits seit Wochen in der Diskussion. Vor der Schule hingen bereits Protestbanner. Christian Karpus von der Grundschule Max-Greve-Straße äußert den Verdacht, dass der Teilstandort von der Schulverwaltung gezielt geschwächt worden sei. Damit spricht er Abmeldungen im laufenden Schuljahr an. Ein Vorwurf, den Schuldezernent Michael Townsend vehement zurück weist.