Stadt will Turnhallen für 6,11 Millionen Euro sanieren

Plan unter Vorbehalt

Nachdem die Stadt 39 Turnhallen wegen der Gefahr herabstürzender Deckenteile untersucht hatte, steht fest, dass 22 dieser Hallen saniert werden müssen. Dafür veranschlagt die Stadt eine Gesamtsumme von 6,11 Millionen Euro.

BOCHUM

, 10.09.2015, 18:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stadt will Turnhallen für 6,11 Millionen Euro sanieren

Die Turnhalle des Alice-Salomon-Berufskollegs ist eine der Hallen, die gleich energetisch saniert werden sollen.

Eine hohe Summe, die daraus resultiert, dass die Stadt einige der Hallen gleichzeitig energetisch sanieren und damit die Kosten über das Konjunkturpaket III größtenteils gegenfinanzieren will. 

Es ist ein Plan unter Vorbehalt, denn ohne die Zustimmung des Rates kann die Stadtverwaltung ihre Überlegungen nicht durchführen: „Wo die Voraussetzungen es zulassen, wollen wir eine energetische Sanierung machen und eine Deckenheizung einbauen“, sagt Frank Allmeroth, Leiter der zentralen Dienste.

Möglich ist das sofort in acht Hallen. Dort könnten in Zukunft zwischen 20 und 50 Prozent an Energiekosten eingespart werden, womit zugleich die Voraussetzungen für eine Finanzierung durch den Bund gegeben sind.

Aus dem Konjunkturpaket III könnten Bochum nach ersten Schätzungen der Stadt rund 42 Millionen Euro zustehen – davon sollen gleich zu Beginn 4,6 Millionen Euro in die Sanierung der betroffenen Turnhallen gesteckt werden. Für die Stadt eine möglichst kostengünstige Lösung. „Der Eigenanteil der Stadt beträgt bei diesen Maßnahmen nur zehn Prozent“, so Allmeroth.

Reihenfolge ist abgestimmt

Acht weitere Turnhallen erfüllen jedoch nicht die Voraussetzungen für eine Deckenheizung und müssen daher konventionell saniert werden. „Die Reihenfolge der Sanierung ist abgestimmt. Es wird immer eine energetisch und eine konventionell saniert“, sagt Stadtdirektor Michael Townsend.

Er veranschlagt für die anstehenden Sanierungen eine Dauer von einem halben Jahr. Stimmt der Rat auf seiner nächsten Sitzung dem Finanzierungsplan zu, könne im November mit den Arbeiten begonnen werden, die dann mit den Osterferien einen Abschluss finden sollen. Bis dahin bleiben diese 17 Turnhallen nun vorerst geschlossen.

Zu den betroffenen Turnhallen gehören auch drei, in denen derzeit Flüchtlinge untergebracht sind. Bei diesen wurden bisher nur Sicherungsmaßnahmen unternommen, damit sie offen bleiben können. Die Sanierung dieser Hallen wird zunächst auf das nächste Jahr verschoben, sofern sie dann nicht mehr zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden müssen. Kompliziert ist hingegen die Situation am Schulzentrum Wiemelhausen. Auch diese Turnhalle ist betroffen, wird jedoch vorerst nicht saniert. Grund ist die derzeitige Ungewissheit über die weitere Zukunft der Halle.

Sie könnte unter Umständen durch einen kompletten Neubau ersetzt werden und bleibt daher voraussichtlich bis 2018 geschlossen.

Erste Hallen wieder freigegeben

Währenddessen wird die Doppelturnhalle an der Moritz-Fiege-Straße provisorisch in der nächsten Woche mit einem Netz gesichert und dann erst einmal wieder geöffnet. Hier soll die energetische Sanierung in den Sommerferien 2016 vorgenommen werden. Der Rest der 39 überprüften Hallen konnte indes bereits längst wieder freigegeben werden. In 15 Hallen traten keine Probleme auf, in zweien reichte eine Verschraubung der Decke aus.

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