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Stadt zahlt für leer stehenden Senioren-Treff

MARTEN Die Seniorenbegegnungsstätte Marten in der ehemaligen Bismarckschule wird seit einem Jahr nicht mehr genutzt. Trotzdem zahlt die Stadt Dortmund jeden Monat 1300 Euro für die Räume.

von Von Matthias vom Büchel

, 08.11.2007

Das ergaben jetzt Recherchen der Ruhr Nachrichten. Vorausgegangen war ein Antrag von FDP und Bürgerliste, den die Bezirksvertretung Lütgendortmund am Dienstagabend verabschiedet hat.

Darin wird die Stadt beauftragt zu prüfen, was aus der Seniorenarbeit in Marten wird. "Schließlich", so Bezirksvertreter Reinhard Gallen, "ist die Begegnungsstätte seit einem Jahr nicht mehr genutzt worden, die Senioren nutzen immer noch die Räume der benachbarten ZWAR im ehemaligen Martener Amtshaus."

Über  diesen Zustand war das Dortmunder Sozialamt völlig überrascht. Schließlich zahlt die Stadt der ZWAR monatlich 1300 Euro, die wiederum von der ZWAR an die Besitzer der Schule, das Ehepaar Sybille und Udo Niedballa, weiter überwiesen werden. Das bestätigte ZWAR-Geschäftsführerin Ulrike Klehm auf Anfrage und räumt "eine gewisse Blauäugigkeit" ein.

Denn obwohl die ZWAR die Räume nicht nutzte, gab sie keinen Hinweis an das Dortmunder Sozialamt weiter. "Wir hatten den Besitzer gefragt, ob er uns vor der geplanten Renovierung eine Wand zwischen zwei Räumen entfernen kann", berichtet Ulrike Klehm. Wegen der vagen Zusage des Vermieters habe sie die nötige Renovierung immer wieder hinaus gezögert. Erst vor gut sechs Wochen begann die ZWAR schließlich mit Sanierungsarbeiten in den Räumen. Sie wurden frisch gestrichen. Auch neue Tische und Stühle wolle man nun bestellen, so Ulrike Klehm.

Heizung defekt

Doch nutzen kann man die Räume trotzdem noch nicht. Denn schon seit längerer Zeit ist die Heizung defekt. Vermieter Udo Niedballa versprach im Gespräch mit den Ruhr Nachrichten diesen Missstand bis zum Ende des Monats zu beseitigen. "Ich habe bereits mit meinem Installateur gesprochen. Wir bauen jetzt eine Heizung nur für die Begegnungsstätte ein. Bis zum 1. Dezember ist alles erledigt." Auch eine Nebenkostenabrechnung will Niedballa zum Jahresende vorlegen, zu viel gezahltes Geld soll die ZWAR zurückerhalten.

Für Reinhard Pohlmann, Bereichsleiter für Seniorenarbeit bei der Stadt Dortmund, ist der Fall damit aber noch nicht abgeschlossen. "Wir verlangen eine lückenlose Aufklärung von der ZWAR und behalten uns auch vor, Geld zurück zu fordern."

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