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Stadtbahn an der Marsbruchstraße rollt durch Tunnel

APLERBECK Ein Tunnel, zweispurige Schienenführung und eine große, nigelnagelneue und barrierefreie Haltestelle. Im Falle der U47 im Bereich der Marsbruchstraße kann man zweifelsohne behaupten: „Die Bahn kommt“ – und zwar die Stadtbahn.

von Von Jörg Bauerfeld

, 19.02.2009 / Lesedauer: 2 min
Stadtbahn an der Marsbruchstraße rollt durch Tunnel

Die Stadtbahnstrecke an der Marsbruchstraße bekommt einen Tunnel.

Genauer gesagt, eine erneute Offenlegung. „Wir haben noch etwas nachgearbeitet“, sagt Otto Schließler, Amtsleiter des Stadtbahnbauamtes. Denn nach Gesprächen mit den LWL-Kliniken an der Marsbruchstraße, ist die Stadtbahn zu dem Entschluss gekommen, im Kreuzungsbereich Marsbruchstraße /Allerstraße die Baumaßnahme abzuändern. So wird ein neuer Haltepunkt (80 Meter Bahnsteig) nur wenige Meter nördlich der Einfahrt zum Materialprüfungsamt entstehen – barrierefrei. Und „speziell ausgestattet für Sehbehinderte und Gehörlose“, erläutert Schließler. Durch den neuen Haltepunkt entfallen die beiden jetzigen Haltestellen Vahleweg und Allerstraße. Auch soll parallel zur Bahnstrecke, die bis zur Allerstraße zweispurig verlaufen wird, eine Baumreihe gepflanzt werden und ein Radweg entstehen.

Der Clou ist aber der neue Tunnel, der die B1 unterquert und auf dem Mittelstreifen wieder das Tageslicht sehen wird. In Richtung Dortmund entsteht im nördlichen Bereich der Marsbruchstraße eine 146 Meter lange Rampe, die nach Westen wegschwenkt. Daran schließ sich ein 266 Meter Tunnel an, aus dem die U 47 durch eine weitere Rampe (148 Meter Länge) wieder nach oben geführt wird. Wann dieses Projekt jedoch in Angriff genommen wird, lässt sich noch nicht genau vorhersagen.

„Wenn alles klappt, könnten wir 2011 mit dem Bau beginnen“, sagt Schließler. Anfang 2014 wäre die Nutzung der neuen Streckenführung denkbar. „Wir stehen in engem Kontakt mit Straßen.NRW, da der sechsspurige Ausbau der B1 an unser Projekt eng gekoppelt ist“, so Schließler. Die Kosten für die gesamte Baumaßnahme (Schienen, Tunnel, Haltepunkt) betragen ca. 16,4 Millionen Euro. Erwartet wird eine Förderung von Land und Bund von über 80 Prozent.