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Stadtbaurat spricht sich gegen Einkaufzentrum im alten Postgebäude aus

BOCHUM Es werde kein Einkaufszentrum in der Alten Post und dem angrenzende Gerichtsgebäude geben, verspricht Stadtbaurat Ernst Kratzsch. Die Einzelhändler in der Innenstadt können aufatmen.

von Von Julia Reidegeld

, 01.04.2009
Stadtbaurat spricht sich gegen Einkaufzentrum im alten Postgebäude aus

Der Stadtbaurat spricht sich gegen ein Einkaufzentrum im alten Postgebäude aus.

Einen „Flugzeugträger“ wie es ihn in Essen mit dem Einkaufszentrum am Limbecker Platz gibt, sei für Bochum keine Option, so der Stadtbaurat und ergänzt: „Wir arbeiten an einer entsprechenden Beschlussvorlage für die Politik.“

Noch Ende des vergangenen Jahres hatte der Hamburger Investor ECE, der in Bochum bereits den Citypoint, die Drehscheibe und das Uni-Center betreibt, sein Interesse an dem Alten Postgebäude angekündigt. Auch das angrenzende Grundstück des Gerichtsgebäudes sah er als wertvolles Bauland an. Doch seinem Traum vom Einkaufszentrum will die Stadt nicht mit träumen.

Einzelhandel ist dagegen gern gesehen. Denn ganz ohne Shopping wird und will die Stadt in diesem Bereich nicht auskommen. Die Stadt steht bereits seit Jahren vor einem Quadratmeter-Problem: „Wenn sich Interessenten bei uns melden“, berichtet Eckart Kröck, Leiter des Stadtplanungsamtes, „und wir ihnen Flächen von 120 Quadratmetern anbieten lautet deren Antwort: Wenn Sie da noch eine Null dranhängen, kommen wir.“ Doch „große Flächen können wir bisher nicht bieten“, fügt Ernst Kratzsch hin. Etwa 30 bis 40 Unternehmen gebe es in Deutschland, die an dem Standort gegenüber vom Rathaus ein Interesse haben könnten. Kratzsch plant, auf den unteren Etagen des Postgebäudes und in einem Neubau auf dem Gerichtsgebäude Einzelhandel zu erlauben.

Wichtig sei jedoch, dass zunächst für das Postgebäude zügig ein Investor gefunden werde. Die Stadt hat zwar nach wie vor ein Vorkaufsrecht bei dem jetzigen Eigentümer Telekom. Doch ein Kaufinteresse besteht von Seiten der Stadt nicht. „Das würde die Nutzung extrem einschränken“, erklärt Kratzsch. Auf keinen Fall plane man mit der Nutzung zu warten, bis das benachbarte Amts- und Landgericht 2013 auf das neue Justizgelände umgezogen sind.