Stadtbücherei verschenkt Bücher an Erstklässler

Leseaktion

Auch dieses Jahr startete die Stadtbücherei gemeinsam mit der Buchhandlung Janssen die ABC-Leseaktion. Fast alle Erstklässler Bochums kommen im Zuge dieser Aktion in die Stadtteilbüchereien, wo den Kindern die Freude an Büchern näher gebracht werden soll.

BOCHUM

, 23.10.2015, 06:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Lesen bildet, findet Waltraud Richartz-Malmede, Leiterin der Stadtbücherei. Deshalb stecken sie und ihr Team viel Arbeit in die Förderung von Jugendlichen – mit 34 Erstklässlern aus der Friederikaschule begann am Dienstag die alljährliche ABC-Leseaktion.

Und die soll den Kleinen nicht nur Lust aufs Lesen machen, sondern auch erklären, wie überhaupt so eine Bücherei funktioniert.

Rund 2700 neue Erstklässler gibt es in diesem Jahr in Bochum – und geht es nach den Wünschen des Stadtbücherei-Teams, durchlaufen alle einmal den Aktionstag in ihrer jeweiligen Bücherei. „Wir haben alle Schulen angeschrieben und hoffen nun auf möglichst viel Resonanz“, sagt Richartz-Malmede. Zwar käme inzwischen die überwiegende Mehrheit der Grundschüler zu Besuch, doch längst sind es noch nicht alle. „Wenn wir wissen, dass jemand nicht kann, dann kommen wir auch in die Schule“, sagt Kathrin Schimpke, Leiterin der Kinderbücherei.

Sie ist es auch, die den Kleinen am Ende der Führung eine besondere Überraschung bereiten kann: Gemeinsam mit Beate Sturmeit von der Buchhandlung Janssen verteilt sie an jedes Kind ein Buch – und die gibt es nicht nur bei der Auftaktveranstaltung, sondern jeder Grundschüler bekommt bei seinem Besuch mit der Klasse eines geschenkt. „Für viele Kinder ist das das erste eigene Buch“, sagt Beate Sturmeit. Für die Kooperation mit der Buchhandlung sind Waltraud Richartz-Malmede und Kathrin Schimpke dankbar: „Ohne den günstigen Einkaufspreis, den die Buchhandlung für uns aushandelt, wäre uns das nicht möglich“, sagt die Leiterin der Stadtbücherei.

Gute Ergänzung

Gerade einmal zwischen 10 000 und 15 000 Euro stehen der Stadtbücherei für Veranstaltungen zur Verfügung – und die müssen aufgeteilt werden auf alle Altersklassen und Standorte. Ohne Kooperationen wäre der Betrieb der Stadtbücherei folglich kaum noch möglich. So sieht man sich auch kaum als Konkurrenz, sondern als zwei Bausteine des gleichen Systems: Die Erstklässler kommen gerne wieder in die Stadtbücherei und finden später ihren Weg in den Buchhandel. „Wir ergänzen uns gut“, sagen Waldtraud Richartz-Malmede und Beate Sturmeit.