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Wikipedia lässt jeden mitmachen

Internet-Zeitalter

Wikipedia: Wissen ohne Grenzen? Unter diesem Titel hatdie Medienwissenschaftlerin an der TU Dresden, Dr. Daniela Pscheida, jetzt im VHS-Haus in Stadtlohn referiert.

STADTLOHN

von von Friederike Funk

, 30.09.2012
Wikipedia lässt jeden mitmachen

Dr. Daniela Pscheida beim Vortrag im Stadtlohner VHS-Haus

Der aufschlussreiche Vortrag fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Online - also bin ich? Wie neue Medien unser Leben verändern“ statt, deren Veranstalter die Volkshochschule in Zusammenarbeit mit der Initiative Medien- und Kulturarbeit des aktuellen forum VHS (IMKA) ist. Die Medienwissenschaftlerin zog das Thema als eine Art Gespräch mit dem Publikum auf, das gerne auch mal aktiv diskutierte. Antworten auf die Frage nach der Bedeutung Wikipedias für Privatpersonen waren, dass es gute Querverweise gebe und man die Möglichkeit habe, sich schnell Informationen zu beschaffen, die aber nicht von Experten geprüft seien. Dennoch stehe Wikipedia aufgrund hoher Zufriedenheitswerte gerade bei jüngeren Leuten global an sechster Stelle der beliebtesten Webseiten, so Pscheida. Bei ungefähr 1,5 Millionen verfügbaren Artikeln finde man in 80 bis 90 Prozent der Suchanfragen einen Eintrag.

Interessant war die Frage aus dem Publikum, warum man sich heute eigentlich darauf verließe, dass im Brockhaus alles richtig sei. Laut Pscheida sei diese Rolle zugeschrieben worden, wobei die Artikel wirklich von Wissenschaftlern geschrieben und geprüft würden. Die Referentin kam auch auf die Bedeutung von Wissen zu sprechen, die aufgrund zunehmender Verwissenschaftlichung der Gesellschaft enorm wichtig sei. Durchs Internet verändere sich der Charakter des Wissens, da Teilhabe und Teilnahme auch für Gestaltbarkeit und Veränderbarkeit sorgten. So könne jeder Artikel schreiben und lesen, tatsächlich erstellten aber nur drei bis vier Prozent der Bevölkerung aktiv Wikipedia-Seiten. Abschließend zog Pscheida ihr Fazit, dass Wikipedia rasch und einfach zu bedienen sowie demokratisch sei, weil jeder mitmachen könne. Sie bezeichnete das Online-Lexikon als Enzyklopädie neuer Prägung, da sie nicht geprüft sei und funktional aufgrund der Schnelligkeit genutzt werde, egal, ob Artikel zu 100 Prozent richtig seien.

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