Stadtspitze für Westbad-Abriss und Neubau in Wischlingen

Neues Gutachten

Es bleibt dabei: Die Verwaltungsspitze der Stadt Dortmund empfiehlt die Schließung des baulich maroden Westbads am Kortental in Dorstfeld und einen Hallenbad-Neubau in Wischlingen - trotz breiten Bürgerprotests. Sie liegt damit auf einer Linie mit einer neuen Untersuchung beider Standorte.

DORSTFELD/WISCHLINGEN

, 06.06.2017, 16:03 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtspitze für Westbad-Abriss und Neubau in Wischlingen

Beliebt bei Vereinen, Schulen und Schwimmgästen: das Westbad am Kortental in Dorstfeld.

Nachdem es gegen die Ankündigung eines Westbad-Neubaus neben dem bestehenden Freizeitbad am Revierpark in Wischlingen breiten Bürgerprotest in Dorstfeld gegeben hatte, hatte der Rat im Oktober 2015 die Doppeluntersuchung in Auftrag gegeben, mit denen beide Standort-Varianten untersucht wurden.

Am Ergebnis ändert das für die Verwaltung nichts: Sie setzt „unter Abwägung aller untersuchten Punkte“ auf einen Neubau in Wischlingen. Dort seien sowohl die Ansprüche von Schul- und Vereinschwimmen wie auch ein öffentlicher Badebetrieb möglich – und das zu deutlich geringeren Investitions- und Betriebskosten.

Geringere Bau- und Betriebskosten in Wischlingen

Währen die Experten die Kosten für einen Neubau am Kortental auf 13,136 Mio. Euro beziffern, sollen sie in Wischlingen bei knapp 12 Millionen Euro liegen. Dazu kommen geringere Personalkosten beim späteren Betrieb.

Auch die allgemeine Entwicklung der Bäderlandschaft führen die Wischlingen-Befürworter für sich ins Feld. Das klassische isolierte Hallenbad sei nicht mehr zeitgemäß, Besucherzuwächse gebe es nur bei Freizeitbädern.

Am 13. Juli soll nun der Rat entscheiden.

Jetzt lesen