Stadtverwalter sagen Sommeraktion ab

Kortumpark gesperrt

Weil nach dem Sturm Ela der Kortumpark immer noch nicht wieder freigegeben ist, müssen die Stadtverwalter ihre Sommeraktion am Samstag, 23. August, absagen. Ihre Idee war, den Park wieder stärker und vor allem positiv in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Es soll aber einen zweiten Versuch geben.

BOCHUM

, 20.08.2014, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit ihrem Aktionstag wollten die Stadtverwalter den Kortum-Park wieder ins öffentliche Bewusstsein rücken. Nun musste der Tag endgültig abgesagt werden. Der Verein will es jedoch im kommenden Jahr erneut versuchen.

Mit ihrem Aktionstag wollten die Stadtverwalter den Kortum-Park wieder ins öffentliche Bewusstsein rücken. Nun musste der Tag endgültig abgesagt werden. Der Verein will es jedoch im kommenden Jahr erneut versuchen.

Dabei habe man zunächst noch Hoffnung gehabt, dass der Kortumpark vielleicht wieder bis zum Aktionstag freigegeben würde. Die habe sich nicht erfüllt. „Es wäre illusorisch zu versprechen, dass wir den Park rechtzeitig freigeben können – das werden wir leider nicht schaffen, auch, wenn das Fest sehr begrüßenswert ist“, so Stadtsprecher Oliver Trappe. Ein Problem ist auch, dass der Park eine Mischung aus Parkanlage und Friedhof ist – wenn auch kein aktiver mehr. „Die Friedhofsverwaltung hat uns eine Absage erteilt“, sagt Henning. Die begründet sich jedoch nicht nur auf die Sturmschäden, sondern auch auf Pietätsgründe. „Bei der Friedhofsverwaltung kamen Zweifel auf, ob die Veranstaltung dem Ort angemessen ist“, sagt die Vorstandsvorsitzende des Vereins. Dabei habe man „definitiv keine schwarze Messe feiern“, sondern respektvoll mit dem Ort umgehen wollen.

„Uns war von Anfang an klar, dass wir Abstand zu den Gräbern halten müssen.“ Die Begründung kann Henning auch deshalb nicht verstehen, weil es bereits vor dem Sturm positive Gespräche mit dem Grünflächenamt gegeben habe. „Wir haben auch kurz nach dem Sturm eine Ortsbegehung mit der Stadt gemacht, wo wir unsere Pläne vorgestellt haben.“ Davon wollen sich die Stadtverwalter nicht unterkriegen lassen. „Der Drops ist noch nicht gelutscht“, so Henning. Ob es nach der Absage des Aktionstages nun eine alternative Präsentation der Projekte geben werde, steht derzeit noch nicht fest.

Das liege auch daran, dass die Organisation eines solchen Tages für die ehrenamtlich aktiven Vereinsmitglieder viel Arbeit bedeute. „Außerdem hätten wir an anderen Orten auch wieder das Problem mit den Sturmschäden.“ Klar ist aber, dass die Stadtverwalter im kommenden Jahr noch einen Versuch unternehmen wollen, den Kortumpark kulturell zu nutzen.

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