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Stadtwerke Bochum erwarten steigende Strompreise

Höhere Einkaufspreise

Die Bürger müssen sich nach Einschätzung der Stadtwerke auf weiter steigende Strompreise einstellen. Zwar sei es noch viel zu früh, eine konkrete Prognose für das nächste Jahr zu erstellen, doch die Einkaufspreise haben deutlich angezogen.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 20.06.2011 / Lesedauer: 2 min

Mit der Abschaltung alter Atomkraftwerke dürften sie nach Einschätzung des Stadtwerke-Vorstand mit Sprecher Bernd Wilmert und Dietmar Spohn kaum wieder fallen. Sie sehen aber auf der anderen Seite keine enormen Kosten im Zuge der Energiewende auf die Bürger zukommen. Bernd Wilmert erwartet etwa sechs Euro im Monat für einen durchschnittlichen Haushalt.

Weil aber bereits heute die Bürger sehr genau auf den Strompreis achten, werde der Wettbewerb in den nächsten Jahren „extrem zunehmen“. Deutliche Anzeichen dafür gab es bereits 2010. Mit rund acht Prozent lag die Wechselquote deutlich höher als noch vor drei, vier Jahren.Weil die Stadtwerke jedoch außerhalb Bochums viele neue Kunden gewonnen haben, konnten sie den Stromabsatz im vergangenen Jahr um stolze 29,6 Prozent steigern. Der Gasabsatz erhöhte sich um 7,2 Prozent - vornehmlich eine Folge des strengen Winters.

Unter dem Strich steht nach Einschätzung von Bernd Wilmert ein Jahresergebnis, „das nicht so schlecht ausgefallen ist“. Das dürfte die recht klamme Mutter Stadt tendenziell positiver sehen. Über Konzessionsabgabe (23,5 Millionen Euro) sowie Gewinnabführung (32,5 Millionen Euro) fließen hohe Summen in die Kassen. Ein Selbstläufer ist das in den nächsten Jahren keinesfalls. Bernd Wilmert stellt fest: „Wir wachsen nicht aus eigener Kraft. Wir wachsen in Kooperationen. Mit der Gelsenwasser AG. Mit Trianel. Mit Steag - in Anfängen.“ Wohin hier die wirtschaftliche Reise führt, vermag er zumindest öffentlich noch nicht zu sagen. Dafür sei es wenige Monate nach der Vertragsunterzeichnung zu früh. Es werde intensiv an der Neuausrichtung gearbeitet. Bei den Stadtwerken hingegen ist die Linie deutlich vorgegeben. In den nächsten zwei bis vier Jahren sind Investitionen in eine Gesamthöhe von rund 100 Millionen geplant. Mit klarem Vorrang für ökologische Projekte. „Sie müssen sich aber rechnen“, kündigt Bernd Wilmert auch in Zukunft eine strikte Kostendisziplin an.