Stadtwerke stellen sich der Kritik an ihren Zahlen

Wertberichtigung nicht nötig

Jetzt beziehen die Stadtwerke Stellung: Anfang der Woche kritisierte Klaus Franz, Chef der CDU-Ratsfraktion, den städtischen Haushaltsentwurf. Er monierte Unstimmigkeiten bei den Zahlen und vermutete ein Verlustgeschäft beim Kauf der Stadtwerke an den restlichen Steag-Anteilen.

BOCHUM

von Von Sebastian Ritscher

, 02.11.2013, 08:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Steinkohlekraftwerk der STEAG in Voerde (Foto vom 18.06.2002). Der Essener Kraftwerksbetreiberr STEAG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn stabil gehalten. Mit einem Konzernumsatz von 1,1 Milliarden Euro und einem Geschäftsergebnis von 120 Millionen Euro konnte die STEAG das Vorjahres-Niveau halten. Am Dienstagabend (18.06.2002) stellte die STEAG in Essen ihre Bilanz 2001 vor. dpa/lnwnull

Das Steinkohlekraftwerk der STEAG in Voerde (Foto vom 18.06.2002). Der Essener Kraftwerksbetreiberr STEAG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatz und Gewinn stabil gehalten. Mit einem Konzernumsatz von 1,1 Milliarden Euro und einem Geschäftsergebnis von 120 Millionen Euro konnte die STEAG das Vorjahres-Niveau halten. Am Dienstagabend (18.06.2002) stellte die STEAG in Essen ihre Bilanz 2001 vor. dpa/lnwnull

„Die bislang bereits von den insgesamt sieben Stadtwerken gehaltene Beteiligung in Höhe von 51 Prozent an der Steag hat sich als werthaltig erwiesen, so dass eine vollständige Übernahme sinnvoll erscheint.“ Nun würde im Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr diskutiert, wann die restlichen 49 Prozent übernommen würden.Momentan sei die Situation auf dem Kapitalmarkt vorteilhaft und Fremdkapital zu günstigen Konditionen zu finanzieren. Zudem sei es immer noch das Ziel des Konsortiums, einen oder mehrere strategische Partner zur Geschäftsentwicklung der Steag zu finden.

25 Millionen Euro pro Jahr haben die Stadtwerke aus dem Steag-Engagement erhalten: „Die Ausschüttungen lagen also im Rahmen der planmäßigen Erwartungen.“ Die Stadtwerke sind mit den Zahlen zufrieden. Auch ein Wertberichtigungsbedarf sei nicht festgestellt worden. Das trifft auch auf die RWE-Aktion zu. Rund 6,6 Millionen Euro hält die Fernheizgesellschaft Bochum-Ehrenfeld (FHE). Die sind laut Stadtwerke mit einem Wert von 34,25 Euro pro Stück bilanziert „Zum 31.12.2012 wurde gemäß Wertpapiergesetz ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Es wurde kein Wertberichtigungsbedarf festgestellt.“ Eine eventuelle Wertberichtigung zum Ende dieses Jahres hänge vom weiteren Aktienverlauf ab.