Stadtwerke: Strom wird zum 1. Januar erneut teurer

Gaspreis unverändert

Strom wird für immer mehr Bürger zu einem Luxusgut – auch für die Kunden der Stadtwerke. Sie drehen zum 1. Januar 2014 erneut an der Preisschraube. Mit Mehrkosten von etwa 2,80 Euro im Monat muss ein Durchschnittshaushalt rechnen, so die Berechnung der Stadtwerke.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 07.11.2013, 09:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Strompreise steigen für Kunden der Stadtwerke zum 1. Januar 2014 um Durchschnittlich 2,80 Euro pro Haushalt.

Die Strompreise steigen für Kunden der Stadtwerke zum 1. Januar 2014 um Durchschnittlich 2,80 Euro pro Haushalt.

Fakten zu Strompreisen
Eine Beispielrechnung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft kommt zu interessanten Ergebnissen. So ist der Strompreis seit 1998 durchschnittlich um 68 Prozent gestiegen. Preistreiber waren nach Berechnungen des Bundesverbandes Steuern, Abgaben und Umlagen, die zwischen 1998 und 2013 um rund 243 Prozent gestiegen sind. Eine Wende der Energiepolitik fordert Bernd Wilmert von der künftigen Bundesregierung, „damit Strompreise bezahlbar bleiben“.

„Obwohl der Strompreis an der Börse im Keller ist, steigt aufgrund des rasanten Ausbaus der erneuerbaren Energien der Preis für den Endverbraucher weiter an“, sagt Bernd Wilmert, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke. Wilmert belegt seine Aussagen mit Zahlen. Die EEG-Umlage steigt zum 1. Januar um mehr als 18 Prozent auf 6,24 Cent je Kilowattstunde. Dazu kommen unter anderem ein Anstieg der Netzentgelte sowie die Einführung der Umlage zur Förderung abschaltbarer Lasten.

Alles zusammen hätte den Strompreis um brutto 1,63 Cent je Kilowattstunde steigen lassen. Die Stadtwerke erhöhen den Preis jedoch „nur“ um brutto 0,98 Cent je Kilowattstunde. „Wir können die staatlich erzwungenen Preissteigerungen abfedern, aber nicht komplett aufhalten“, betont Bernd Wilmert. Zumindest für die Gaskunden hat er aber eine richtig gute Nachricht parat. Der Gaspreis soll zumindest bis zum Herbst 2014 stabil bleiben – und damit seit November 2011 unverändert.  

Fakten zu Strompreisen
Eine Beispielrechnung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft kommt zu interessanten Ergebnissen. So ist der Strompreis seit 1998 durchschnittlich um 68 Prozent gestiegen. Preistreiber waren nach Berechnungen des Bundesverbandes Steuern, Abgaben und Umlagen, die zwischen 1998 und 2013 um rund 243 Prozent gestiegen sind. Eine Wende der Energiepolitik fordert Bernd Wilmert von der künftigen Bundesregierung, „damit Strompreise bezahlbar bleiben“.