Städtebaulicher Vertrag mit Hotel Eden-Eigentümer geschlossen

Schandfleck verschwindet

Paradiesische Zustände kann das Hotel Eden schon lange nicht mehr bieten. Es ist zum Schandfleck mitten in der Stadt verkommen. Doch jetzt soll alles besser werden. Und vor allem schöner. Eigentümer und Investor Petros Vasilou hat sich mit der Stadt verständigt, in dem neuen viergeschossigen Gebäude im Erdgeschoss zwei Wettbüros zu eröffnen.

BOCHUM

04.02.2013, 18:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Will er sein Geld am Ring/Ecke Rottstraße ausschließlich in das Objekt investieren, müssen bereits in den nächsten Tagen die Bagger anrollen. Petros Vasilou hat sich gegenüber der Stadtverwaltung verpflichtet, ab 15. Februar mit dem Abbruch zu beginnen. Spätestens Ende Juli 2014 muss das Objekt fertiggestellt sein. Nur außergewöhnliche Witterungsbedingungen würde die Stadt als Grund für einen späteren Termin akzeptieren. Die Verwaltung hat eine erneut Nutzungsänderung im Erdgeschoss akzeptiert. Lange Zeit wollte Vasilou einen Glücksspielbetrieb mit insgesamt zehn Casinos realisieren. „Mit dem im November unterschriebenen Staatsvertrag war das nicht mehr möglich“, sagt Eckart Kröck. Deshalb habe sich der Eigentümer beim Regierungspräsidenten um Lizenzen für Wettbüros bemüht. Mit Erfolg. Damit kann er auf einer Nutzfläche von 845 Quadratmetern im Erdgeschoss zwei Wettbüros eröffnen.

Der prominente Standort in der Innenstadt hat in den vergangenen Jahren schon viele Nutzungsarten erlebt. Hier wurde einst das erste Innenstadthotel Bochums errichtet. Später war es das erste Stundenhotel und auch das erste Asylbewerberheim mitten in Bochums Zentrum. Doch seit vielen Jahren steht das Gebäude leer und verfällt mehr und mehr. Seit fünf Jahren hat die Verwaltung viele Gespräche mit dem Ziel geführt, diesen Schandfleck zu beseitigen. „Es gab unterschiedliche Nutzungsvorstellungen“, sagt der Leiter des Bauordnungsamtes. Beispielhaft erwähnt er das Rotlichtmilieu. Diese Pläne sind jetzt vom Tisch. Jetzt soll hier gewettet werden. Zunächst allerdings nur darum, ob der neue Zeitplan wirklich gehalten wird.