Star-Wars-Ableger "Rogue One" lässt es krachen

Neu im Kino

Vieles drin, was Fans so mögen: Großes Planeten-Hopping, Effekte de luxe, eine extrafette Schlacht am Boden, in der Luft, im All. Dramaturgisch steuert das „Star Wars“-Spektakel „Rogue One“ gradlinig und actionbefeuert dem Finale zu. Die gute alte Mythenbäckerei von George Lucas hat allerdings geschlossen.

13.12.2016, 16:02 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rebellen unter sich: Cassian Andor (Diego Luna), Jyn Erso (Felicity Jones) und der Blechmann K-2SO (Alan Tudyk).

Rebellen unter sich: Cassian Andor (Diego Luna), Jyn Erso (Felicity Jones) und der Blechmann K-2SO (Alan Tudyk).

Bekanntlich hat der Mann ja sein persönliches Imperium an Disney verkauft und die Kontrolle über sein mythologisches Weltall-Märchen abgegeben.

In die „Star Wars“-Streifen unter seiner Ägide hat Lucas Binnenbezüge und motivische Klammern eingearbeitet, die über den jeweiligen Film hinausreichten und dem Gesamtwerk ein verbindendes Korsett einzogen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Fotostrecke zu Rogue One

Wir zeigen Bilder des neuen Star-Wars-Films in einer Fotostrecke.
30.10.2015
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Jyn Erso (Felicity Jones) ist die Heldin in Rogue One.© Foto:Jonathan Olley/Lucasfilm Ltd.
In Rogue One sind einige neue Gattungen der klassischen Sturmtruppler zu sehen. © Foto: Jonathan Olley/ Lucasfilm Ltd
Fans dürfen sich auf epische Weltraumschlachten freuen. © Foto: Lucasfilm Ltd.
Fan-Service in Rogue One: Klassische X-Wings im Kampfanflug.© Foto: Lucasfilm Ltd.
Roboter K-2SO (Alan Tudyk) verhilft Jyn Erso (Felicity Jones) zur Flucht. © Foto: Jonathan Olley/Lucasfilm Ltd
Rebellen unter sich: Cassian Andor (Diego Luna), Jyn Erso (Felicity Jones) und der Blechmann K-2SO (Alan Tudyk). © Foto: Jonathan Olley/Lucasfilm Ltd.
Jyn Erso (Felicity Jones) und Cassian Andor (Diego Luna) führen die Rebellen in die Schlacht.© Foto: Jonathan Olley/Lucasfilm Ltd.
Verkleidet als imperialer Bodensoldat infiltriert Jyn Erso (Felicity Jones) den Todesstern. © Foto: Jonathan Olley/Lucasfilm Ltd.
Bei K-2SO (Alan Tudyk, l.) handelt es sich um einen imperialen Droiden, der auf Seiten der Rebellion kämpft. © Foto: Lucasfilm Ltd.

Alle Sympathie den Underdogs

Bei Disney ist nun Schluss damit – „Rogue One“ ist ein in sich geschlossenes, zu Ende erzähltes „Spin Off“, ein Ableger, der sich zeitlich in der Star Wars-Chronologie verorten lässt, in der großen Erzählung der Saga aber nur eine Fußnote darstellt, kein Kapitel, das Angeln zu neuen Ufern auswürfe.

Keine Geraune um die Blutlinie, keine geheimen Allianzen. Bei „Rogue One“ sind die Fronten klar. Hier die Schurken vom Imperium, dort die Guten, die Rebellen. Alle Sympathie den Underdogs!

Nicht dass es neu wäre, aber der Prolog erinnert daran, dass imperiale „Stormtroopers“ Unheil bringen: Sie entführen den Vater (Mads Mikkelsen) der kleinen Jyn und töten ihre Mutter.

Hilfe von alten Freunden

Der Vater ist ein hochkarätiger Wissenschaftler, den das Imperium als Waffenschmied braucht. Jyn kann fliehen...

Andere Zeit, anderer Planet: 15 Jahre später ist Jyn (Felicity Jones) zur Frau gereift, die in Ketten auf dem Weg zur Zwangsarbeit ist. Rebellen befreien sie. Gerüchte machen die Runde. Das Imperium sei im Besitz einer Superwaffe, eines Planetenkillers.

Ein alter Freund von Jyn (Forest Whitaker) soll einen Piloten mit Informationen abgefangen haben. Jyn und ihr Aufpasser Cassian (Diego Luna) steuern den Planeten an.

Jetzt lesen

Alles geht in Trümmern auf

Hier bewegt sich der Film (Regie: Gareth Edwards) im Sujet von Wüste, Basar und Berberkultur, wie man das von früher kennt.

All das geht in Trümmern auf, als die Bluthunde im Dienst des Imperators ihre Geheimwaffe abfeuern. Es handelt sich um den Todesstern, unseren alte Bekannten. Jyns Papa hat den Koloss mit einer Schwachstelle versehen, die die Rebellen nutzen wollen.

Nächster Planet. Rebellen greifen an. Mit dabei ein blinder Asiate (der die Macht in sich hat), ein Droide und viele neue Gesichter.

Bombastische Optik

R2D2 und C3PO haben eine kurze Szene, Darth Vader schwingt das einzige Lichtschwert, zwei, drei Figuren von damals lassen grüßen.

Die Schauwerte sind bombastisch, die Action auch. Was fehlt, ist die Seele.„Stars Wars“ ist auf dem Weg ein Franchise zu werden, ein Wühltisch, auf dem Marketingleute nach Fetzen von George Lucas fischen.