Starlight Express geht gegen linkes Flugblatt vor

Anzeige gegen Antifa

Starlight Express hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Auf einem Flugblatt aus der Antifa-Szene wurde das Unternehmen als Arbeitgeber eines vermeintlichen Nazis angegeben. Die Linken hatten am Donnerstag das Haus des Mannes in Riemke mit Parolen beschmiert.

BOCHUM

von Von Lotte Holobar und Dominik Möller

, 01.09.2012, 11:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit Sprühfarbe und Flugblättern haben Antifas für Aufsehen gesorgt.  <p></p> Holobar

Mit Sprühfarbe und Flugblättern haben Antifas für Aufsehen gesorgt. <p></p> Holobar

"Wir werden im Zusammenhang mit der Verbreitung dieses Flugblattes Strafanzeige stellen, da es sich hierbei um eine Verleumdung und somit eine Geschäftsschädigung handelt", teilte Geschäftsführer Maik Klokow auf Anfrage mit.  Hintergrund: Die Antifaschistische-Rollschuhbrigade Dortmund-Bochum hatte am Donnerstagnachmittag in Riemke einen vermeintlichen Unterstützer der Nazi-Szene geoutet. Mit schwarzer Farbe sprühten die vermummten Täter ihre Anschuldigungen ("Du Nazi") an sein Wohnhaus und auf den Bürgersteig - und hefteten Flugblätter an die Scheibenwischer der in der Nachbarschaft geparkten Autos. Auf dem Flugblatt formulierten die Antifas ihre Anschuldigungen deutlich, bezeichneten ihre Zielperson als "Neonazi-Gewalttäter" und "Finanzier".Anwohner sieht den Mittelfinger "Als ich aus dem Haus kam, sah ich, wie sie die Hauswand beschmiert haben," erzählte ein aufgebrachter Anwohner. Er habe die Gruppe angesprochen und bekam als Antwort nur den Mittelfinger gezeigt. So etwas könne man auch anders regeln. "Diese Schmierereien sind doch genauso kriminell", sagte der Anwohner. Im Nachgang der "Überfall-Aktion" nahm die Polizei mehrere Tatverdächtige fest.Vorwurf steht im Raum Der rechtsextreme Vorwurf der Linken gegen den Mann aus Riemke steht indes weiterhin im Raum. Der Polizei sei er nicht bekannt, sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage unserer Zeitung. Dass er tatsächlich aktives Mitglied der Dortmunder Nazi-Szene sein soll, konnte ebenfalls nicht offiziell bestätigt werden. Sein Arbeitgeber reagierte geschockt auf die Aktion und die Vorwürfe: "Uns sind keine entsprechenden Sachverhalte bekannt", so Klokow. Dennoch würden "die Vorwürfe geprüft und daraus gegebenenfalls Konsequenzen gezogen".