Stars spenden für Australiens Feuerwehren - Pink gibt halbe Million Dollar

Feuerkatastrophe

Die australische Schauspielerin Celeste Barber brachte binnen zwei Tagen neun Millionen Euro für Australiens Feuerwehren zusammen. Auch in Hollywood starten die Promis Sammelaktionen.

05.01.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stars spenden für Australiens Feuerwehren - Pink gibt halbe Million Dollar

Ein Kontinent in Flammen: Ein Löschhubschrauber bekämpft ein Buschfeuer im Bundesstaat Victoria. Pop- und Filmstars sammeln oder spenden Geldsummen, um die am Rand der Erschöpfung arbeitenden Feuerwehren zu unterstützen. © State Government Of Victoria/dpa

Der Kontinent brennt und brennt und brennt - Millionen Tiere sterben, Tausende Menschen verlieren ihr Zuhause, Feuerwehreinheiten arbeiten bis an den Rand der Erschöpfung. Und eine Welle der Hilfsbereitschaft unter Prominenten rollt an.

Australische Comedienne sammelt neun Millionen Euro

So hat die australische Comedienne und Schauspielerin Celeste Barber (37, „Bulke“, Web-Serie „Office Correctness“) binnen etwas zwei Tagen umgerechnet neun Millionen Euro für die australischen Feuerwehren gesammelt.

Die amerikanische Popsängerin Pink, bekannt für ihre Großzügigkeit, griff in den eigenen Geldbeutel und spendete laut „Huffington Post“ eine halbe Million Dollar (448.000 Euro) für die Bekämpfer der Brände, die fast auf dem gesamten Kontinent lodern.

„Ich bin am Boden zerstört, wenn ich sehe, was gerade in Australien mit den entsetzlichen Buschfeuern passiert. Mein Herz ist bei unseren Freunden und der Familie in Oz“, schrieb die 40-Jährige, die in Australien zu den erfolgreichsten Popstars gehört. Dazu veröffentlichte sie Links zu Spendenkonten.

Auch die australische Sängerin Kylie Minogue (51) und ihre Landsfrau, die Schauspielerin Naomi Watts (51, „King Kong“) drückten ihre Erschütterung über die uneindämmbaren Feuer und die sterbende Natur in den sozialen Netzwerken aus. Watts bat ihre Fans, für Regen zu beten. Der ist allerdings laut Meteorologen frühestens Ende Januar zu erwarten.

Verschlechterung der Wetterbedingungen

Am Wochenende wurden die Wetterbedingungen in Australien stattdessen schlechter denn je. Extreme Hitze und starker Wind erschweren den lebensgefährlichen Kampf gegen die verheerenden Buschbrände.

Westlich der Millionenmetropole Sydney wurden 48,9 Grad erreicht, in der Hauptstadt Canberra 44 Grad, wie der Wetterdienst am Samstag mitteilte. Böen von bis zu 80 Stundenkilometern fachten die Flammen an.

Angesichts des Ausmaßes der Katastrophe mobilisierte der in der Kritik stehende Premier Scott Morrison 3000 Reservisten der Streitkräfte, um die Feuerwehr zu unterstützen. Die Zahl der Toten stieg inzwischen auf 23, mehrere Menschen werden außerdem vermisst.

Forscher der Universität Sydney berechneten mit Hilfe von älteren Zahlen der Umweltstiftung WWF zum Thema Landrodung, welche Folgen die Brände allein für den Bundesstaat New South Wales haben könnten.

480 Millionen Tiere sterben durch Buschbrände

480 Millionen Säugetiere, Reptilien und Vögel könnten dadurch verendet sein. Nach Angaben der Uni ist das noch konservativ geschätzt, wahrscheinlich seien es viel mehr. Schon im November berichteten Experten im Parlament von New South Wales, dass mindestens 2000 Koalas bei den Feuern getötet worden seien.

RND/dpa/hal

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