Startänzer Dmitry Semionov ist fester Gastsolist in Dortmund

Theater Dortmund

Das Dortmunder Ballett hat Startänzer Dmitry Semionov als festen Gasttänzer engagiert. Künftig tanzt der 31-jährige Russe in allen Dortmunder Produktionen die Hauptrolle. Das ist eine Sensation, die Dortmund noch mehr in den Focus der internationalen Tanzaufmerksamkeit rückt. Und das Dortmunder Ballett hat noch mehr Aufsehen erregende Coups eingestielt.

DORTMUND

, 15.01.2014, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als Semionov im Sommer das Berliner Staatsballett verließ, ging ein Aufschrei durch die Tanzszene in der Hauptstadt? "Wo tanzt er denn demnächst?", fragten sich die Fans und stellten sich darauf ein, demnächst nach New York, zum "American Ballett", fahren zu müssen. Dort tanzt Semionovs ebenso berühmte Schwester Polina Semionova. Auch sie wird der Startänzer später mal mitbringen nach Dortmund.

Ausgebildet in St. Petersburg An der Ballett-Akademie in St. Petersburg wurde Dmitry Semionov ausgebildet, danach war er Erster Solist an ersten Häusern wie dem Kirov Ballett St. Petersburg, der Semperoper oder der Staatsoper Berlin, hat an der Mailänder Scala und mit den berühmtesten Ballerinen der Welt getanzt. 2009 wurde er als "Tänzer des Jahres ausgezeichnet". Dass Dortmund ihn nun als ersten Gastsolisten engagiert hat, ist so, als hätte die Oper Anna Netrebko als ständigen Gast verpflichtet.

Debüt im "Wienerwald"

Das Dortmunder Publikum kennt ihm von der Ballettgala im Juni 2013 und wird ihn als Alfred in Xin Peng Wangs "Geschichten aus dem Wienerwald" ab dem 22. Februar wiedersehen. Und später in "Krieg und Frieden", einer neuen Produktion, die auch noch in dieser Saison geplant ist, und als Prinz in "Schwanensee".

Debüt in "Geschichten aus dem Wienerwald"

"Wir haben Dmitry im letzten Frühling in Moskau kennen gelernt. Er ist ein unglaublich bescheidener, netter Tänzer", freut sich der Dortmunder Ballettmanager Tobias Ehinger. Das glaubt man sofort, wenn man den Mann mit den sehr geschmeidigen, eleganten Bewegungen beim Training zum "Wienerwald" mit der Compagnie und Primaballerina Monika Fotescu-Uta im Ballettzentrum beobachtet. Solotänzer Mark Radjapov tanzt den Tod.Viele internationale Einladungen Immer mehr will sich das Dortmunder Ballett jetzt international aufstellen. "Wir haben unglaublich viele Einladungen", sagt Ehinger. Beim Nurejew-Festival in Kasan ist Xin Peng Wangs Compagnie eingeladen, beim wichtigsten skandinavischen Festival, und auch bei der Gala zum Deutschen Tanzpreis am 8. März in Essen wird die kleine, feine Compagnie von 21 Tänzerinnen und Tänzern auftreten.

Kooperation mit Benjamin Millepied Das "Ballettwunder Dortmund" hat einen Namen in der Szene. Ein weiterer Coup ist die Kooperation mit Benjamin Millepied, dem künftigen Tanzdirektor des Pariser Opernballetts und Ehemann von Natalie Portman, der in seiner neuen Funktion jetzt eine Wohnung im Pariser Louvre bezogen hat. Seine Pariser Choreographien sind demnächst in Dortmund zu sehen, und die von Xin Peng Wang in Paris. Auch Weihnachten 2015 wird es so eine gemeinsame Spitzenproduktion geben, die Dortmund weiter im Tanz-Gala-Glanz strahlen lässt.So tanzt Dmitrij Semionov:  

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