Stefan Zweig zur Weihnacht

Goethe-Bewunderer

Seine diesjährige Weihnachtsausstellung widmdet das Goethe-Museum Stefan Zweig - bedeutender Erzähler, Essayist, Sammler und Bewunderer Goethes. Die Schau dokumentiert die Leidenschaft des Sammelns und die Bedeutung Goethes zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

DÜSSELDORF

von Von Julia Gaß

, 20.12.2011, 15:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stefan Zweig wurde vor 130 Jahren geboren.

Stefan Zweig wurde vor 130 Jahren geboren.

Das Goethe-Museum / Anton-und-Katharina-Kippenberg-Stiftung widmet seine Weihnachtsausstellung dem Autor, der am 28. November 1881 in Wien geboren wurde und sich am 23. Februar 1942 aus Verzweiflung in Brasilien zusammen mit seiner Frau das Leben nahm. Die Ausstellung ist von der Frankfurter Bürgerstiftung im Holzhausenschlösschen konzipiert und ergänzt worden um Stücke aus Essener und Bonner Privatbesitz. Sie zeigt Stefan Zweigs Verhältnis zu „Vater Goethe“, der für ihn eine Gestalt unangefochtener Größe innerhalb der europäischen Kultur war, wie Zweig in seinem letzten Werk, der Autobiographie „Die Welt von Gestern“ von 1942, schreibt.

Und die Schau dokumentiert auch die Leidenschaft des Sammelns, die Zweig mit Kippenberg verband und die bei aller Konkurrenz freundschaftlich verlief. Beide Sammler tauschten sich über Wert und Bedeutung ihrer Originale aus, berieten einander. Zu sehen sind 80 Exponate – im Wesentlichen Briefe (faksimiliert wie im Original), zeitgenössische Fotografien sowie Erst- und Widmungsausgaben. Nicht zuletzt illustriert die Ausstellung auch die Bedeutung Goethes in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in der Zeit des Wechsels von der Monarchie zu einer auf schwierigstem Weg zu verwirklichenden Demokratie. Zur Ausstellung ist die Publikation „Anmerkung 97“ erschienen. Sie ist kostenlos an der Museumskasse erhältlich.

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