Steffi Jones: "Annike Krahn ist Botschafterin"

BOCHUM Nach dem symbolischen Anstoß im Rathaus sprachen wir mit Steffi Jones, der OK-Präsidentin für die FIFA Frauen-WM 2011, über das bevorstehende Sport-Event.

von Von Uli Kienel

, 05.11.2008, 17:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Verstehen sich prächtig: Nationalspielerin Annike Krahn (li.) und OK-Präsidentin Steffi Jones.

Verstehen sich prächtig: Nationalspielerin Annike Krahn (li.) und OK-Präsidentin Steffi Jones.

Haben die Austragungsorte eigentlich schon eine Ahnung davon, wie viel Arbeit noch auf sie zukommt?

Steffi Jones: Wir wissen, dass die WM nicht so ein Selbstläufer wird, wie bei den Männern 2006. Aber wir glauben, dass die Städte, die wir ausgewählt haben, eine große Euphorie entfachen können und sich auch dessen bewusst sind, was eine WM auch nachhaltig für sie auslösen kann. Und dafür sind im Vorfeld einige Anstrengungen erforderlich.

Es gehörte zwar nicht zu den Bedingungen der Bewerbung, aber Bochum hat mit Annike Krahn eine aktuelle Nationalspielerin in der Stadt. Sollte sie in die Arbeit des lokalen OK eingebunden werden?

Jones: Das sollte die Stadt auf jeden Fall tun. Annike ist nicht nur als Nationalspielerin eine Imageträgerin. Sie ist authentisch, sie ist schon jetzt ein Vorbild für die Jugendlichen, die sich für diesen Sport interessieren, und ich möchte sie trotz ihrer jungen Jahre schon als große Persönlichkeit im Frauenfußball bezeichnen. Annike Krahn ist für uns, den Sport und die Stadt ganz sicher auch eine Botschafterin.

Sie haben jetzt gerade ihre Tour durch die neun Spielorte begonnen, die noch bis zum 15. Dezember dauern wird. Gibt es auch Überlegungen, dass sie vor der WM alle Teilnehmerländer besuchen, wie es OK-Chef Franz Beckenbauer vor der Weltmeisterschaft 2006 gemacht hat?

Jones: Wir reisen ja nicht nur in die neun Spielorte, sondern werden auch die Regionen drumherum besuchen, um das Thema Frauenfußball-WM fest in Deutschland zu verankern. Ob wir dann später auch noch die Teilnehmerländer besuchen, ist noch nicht entschieden und wird auch davon abhängen, wer sich für die WM qualifiziert und vielleicht auch noch einen Anschub braucht. Wir sollten es aber auf jeden Fall vermeiden, die WM von 2006 kopieren zu wollen.

Letzte Frage mit Blick zu den Männern: Schafft der VfL Bochum in dieser Saison den Klassenerhalt?

Jones: Ein klares Ja. Bochum hat schon viele Auf's und Ab's erlebt und lässt sich so schnell nicht erschüttern. Das Team glaubt an sich und die Stadt glaubt an den VfL.