Steffi Neto-Mendonca hat ein Herz für Taube & Co.

Wittener Tierschützerin

"Man muss nicht alle Tiere lieben, aber man kann sie mit Respekt behandeln." Für Steffi Neto-Mendonca ist Tierschutz Herzenssache. Wann immer verletzte, verstoßene oder gequälte Tiere zu schützen sind, ist die 38-Jährige zur Stelle. Vor allem Tauben hat sie in letzter Zeit vermehrt aufgepäppelt.

WITTEN

von Von Lisa Timm

, 17.04.2012, 07:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Steffi Neto-Mendonca hat ein Herz für Tauben.

Steffi Neto-Mendonca hat ein Herz für Tauben.

Sie versteht den oft brutalen Umgang mit Stadttauben nicht. „Es stimmt mich traurig, wenn Menschen so gefühllos und aggressiv gegenüber Tieren sind.“ Innerhalb der vergangenen fünf Wochen gab es drei Taubenfunde mit Flügelbruch. Zwei davon päppelt sie selbst wieder auf. Steffi Neto-Mendonca hegt den Verdacht, dass gezielt gegen die Tauben angegangen wird. „Wahrscheinlich wird irgendwo Gift ausgelegt, denn komischerweise findet man keine Tauben mehr bei Kaufland.“

Überhaupt seien die Tiere im ganzen Stadtbild weniger geworden. Das sei sicher auch ein Verdienst von Taubenmutter Lilo Elles, die dank ihres Tauben-Turms im Lutherpark die Population in der Innenstadt verkleinern konnte. „Diese Frau sollte man vielmehr unterstützen, anstatt die Tauben mit Netzen und Spießen vertreiben zu wollen“, sagt die Tierschützerin. Das seien häufige Fallen, weil sich die Tiere darin verfangen und verletzen. „Viel sinnvoller ist es, eine zentrale Futterstelle in der Innenstadt einzurichten, womit man eine bessere Kontrolle erzielen kann“, meint Steffi Neto-Mendonca.

Die Wittenerin investiert ihre ganze Freizeit, um Tieren in Not zu helfen. Nicht nur bei Tauben. Vernetzungen mit anderen Hilfsorganisationen haben sie schon ins ganze Bundesgebiet gebracht, um „Not-Tiere“ von A nach B zu bringen – oder auch Spendengüter. Das Schicksal wehrloser Kreaturen lässt sie zur Kämpferin werden. Und sie steckt neben der Zeit noch viel Geld in die Notfälle.