Stephen Sama ist jetzt Trainingsgast

Aus Liverpool

Zwar bestätigte der VfL Bochum in den vergangenen Wochen und Monaten durchaus ein Interesse an dem jungen Innenverteidiger Stephen Sama (21), ein Wechsel zur Castroper Straße wurde in diesem Zusammenhang aber stets als schwierig beschrieben. Am Donnerstagvormittag stellte sich Sama plötzlich als Trainingsgast beim VfL vor.

BOCHUM

14.08.2014, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stephen Sama ist jetzt Trainingsgast

Stephen Sama (re.), hier im Trikot des FC Liverpool, trainiert seit Donnerstag beim VfL Bochum.

Wie Sportvorstand Christian Hochstätter erklärte, habe ihn Samas Berater Michael Rummenigge um die Möglichkeit gebeten, dass sich sein Schützling beim VfL Bochum zunächst einmal fit halten könne. Stephen Sama hatte zuletzt fünf Jahre beim FC Liverpool unter Vertrag gestanden und zuletzt für den englischen Traditionsklub in der Nachwuchs-Premier-League gespielt. "Wir können uns jetzt von ihm ein Bild machen und er kann bei uns auf gutem Niveau trainieren", meinte Hochstätter bei der Pressekonferenz des VfL vor dem DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart.

Modalitäten klären

Sama habe zuletzt wegen muskulärer Probleme mehrere Wochen nicht spielen können, so Hochstätter, "deshalb können wir seine Trainingsteilnahme bei uns auch dazu nutzen, um ihn genau anzuschauen." Völlig ausschließen wollte Hochstätter eine Verpflichtung nicht: "Wir müssen erst einmal die Modalitäten klären. Wenn es Sinn macht, können wir darüber reden." Weitere Dynamik könnte die Angelegenheit bekommen, wenn es eine Bewegung im "Fall Lukas Klostermann" geben sollte. Die Bandbreite reicht momentan noch von einer Vertragsverlängerung bis hin zu einem Vereinswechsel. Sollte der eintreten, dürfte Stephen Sama, der aus Eppendorf stammt und in der Jugend auch schon für den VfL Bochum spielte, die erste Option für eine Verpflichtung sein.Heimatverbunden In einem Gespräch, das die Ruhr Nachrichten schon vor acht Monaten mit Sama über einen möglichen Wechsel führten, meinte der Innenverteidiger: "Liverpool mit seinen Fans und Erfolgen ist zwar ein überragender Verein, aber ich mag auch die Mentalität im Ruhrgebiet und würde mich als sehr heimatverbunden bezeichnen."

Für das am Samstag (16., Anstoß 15.30 Uhr) stattfindende DFB-Pokalspiel gegen den VfB Stuttgart hatte der VfL Bochum bis Donnerstag 19 000 Eintrittskarten verkauft. Eng wird es auf jeden Fall in der Ostkurve, für die es nur noch rund 1500 Karten gibt. Die 3000 Stehplatzkarten für die Stuttgarter Gäste sind bereits komplett vergriffen.

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