Sterbebegleitung: Neuer Vorbereitungskurs gestartet

WITTEN Am Samstag startete ein neuer Vorbereitungskurs zur Sterbebegleitung. Über neun Monate werden die ehrenamtlichen Helfer geschult, auch ein Praktikum in einem Altenheim oder einem Pflegedienst ist eingeplant.

von Von Alexander Füten

, 07.09.2008, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eines wollen Susanne Gramatke und Beate Achtelik gleich zu Beginn klarstellen: „Sterbebetreuung ist nicht gleich Sterbehilfe, damit haben wir nichts zu tun“, bekräftigen beide. Gemeinsam mit Volker Westheider und Edith Künkler vom Ambulanten Hospizdienst Witten-Hattingen empfingen sie elf ehrenamtliche Helfer, die in Zukunft schwerkranke oder alte Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleiten möchten.Ehrenamtlich „Die Begleitung von schwerkranken Menschen wird meist von Ehrenamtlichen geleistet. Hospizmitarbeiterinnen lachen, weinen und reden mit den Betroffenen, leisten auch wertvolle Arbeit mit den Angehörigen“, sagt Susanne Gramatke. Ob zu Hause, im Krankenhaus oder Altenheim, je nach Wunsch verbringen sie mehrere Stunden täglich mit den im Sterben liegenden Menschen. Bei solch einem sensiblen Thema müssen neue Kräfte gezielt vorbereitet werden.Vorbereitungskurs „Wir führen die angehenden Hospizmitarbeiter langsam an das Thema heran. In einem zweiten Schritt werden in Gesprächsrunden Selbsterfahrungen ausgetauscht. Zuhören spielt bei der Hospizarbeit ebenfalls eine große Rolle“, erklärt Beate Achtelik. Meist betreuen sie mit ihrem Team Alleinstehende, „die Arbeit mit Angehörigen ist uns aber auch wichtig, denn auch sie werden durch die Situation stark beansprucht.“ Da kann eine neutrale Begleitperson sehr hilfreich sein, denn in einer betroffenen Familie bildet sich oft psychischer Druck. „Dem wirken wir entgegen“, so Susanne Gramatke. Die Kurse werden jedes Jahr angeboten. Wer Interesse hat, kann sich bei Susanne Gramatke melden.