Straßen und Wohnungen überflutet - Feuerwehr im Dauereinsatz

Regen-Chaos

Auf den Bochumer Straßen hat sich die Lage nach dem Starkregen beruhigt. In Wattenscheid waren Feuerwehr und Technisches Hilfswerk nach dem Bruch eines Regenrückhaltebeckens am Samstag allerdings bis in die Nacht hinein im Einsatz.

BOCHUM

von Von Lisa Seiler und Wiebke Plöger

, 13.11.2010, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das abgepumpte Wasser wurde in die Kanalisation geleitet.

Das abgepumpte Wasser wurde in die Kanalisation geleitet.

In Wattenscheid brach am Samstagmorgen im Bereich Gartenstraße/Eppendorfer nach starken Regenfällen der Deich eines Regenrückhaltebeckens. 15.000 Kubikmeter Wasser liefen aus und überfluteten schlagartig ein angrenzendes Regenrückhaltebecken, das ebenfalls überlief.  Daraufhin wurden zwei Wohnhäuser überflutet. Die Souterrainwohnungen liefen voll. Eine Bewohnerin konnte sich noch vor Eintreffen der Feuerwehr in Sicherheit bringen. Sie blieb unverletzt. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren mit zehn Pumpen im Einsatz, um die Wassermassen zu beseitigen. Außerdem musste der Deich des Regenrückhaltebeckens mit 1000 Sandsäcken gesichert werden. 

Am Abend waren die Rettungskräfte - 40 Feuerwehrleute und 60 THWler - damit beschäftigt, das ungefähr sechs Meter breite Loch in der Beckenmauer mit mehreren LKW-Ladungen Kies zu füllen. Parallel wurde Wasser aus dem Becken, den betroffenen Häusern und Gärten in die Kanalisation gepumpt. „Die Wand des Regenrückhaltebeckens ist soweit gesichert, dass da in den nächsten Tagen nichts passieren kann“, teilte Feuerwehrsprecher Simon Heußen am Samstagabend mit. Warum es zu dem Bruch gekommen war, konnte er noch nicht sagen. „Vermutlich war das Becken mit den Wassermassen überlastet, aber das ist bislang noch Spekulation“, sagte Heußen. Das Tiefbauamt werde den Schaden untersuchen, um die Ursache des Bruchs zu ergründen. In der Berthastraße wurde der Keller eines Reiterhofes überflutet. Auch hier war das Technische Hilfswerk am Samstag bis in die Nacht im Einsatz.