Street-Food-Markt kommt nach Bochum

Rund ums Riff

Street-Food-Märkte, bei denen internationale Snacks aus der fahrenden Küche direkt auf die Hand serviert werden, haben in Deutschland gerade Hochkonjunktur. Seit August dieses Jahres beglücken die "Food Lovers" Bochum, Oberhausen und Münster mit dem Trend zur frischen Küche. Lisa Sänger sprach mit Veranstalter Max Sollman über Zukunftspläne, die Grundidee des Street Food und lästige Eintrittsgelder.

BOCHUM

von Lisa Sänger

, 08.12.2015, 21:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Burger sind nur ein kleiner Teil der Speisekarte beim Street-Food-Markt, der am Wochenende rund ums Riff stattfindet.

Burger sind nur ein kleiner Teil der Speisekarte beim Street-Food-Markt, der am Wochenende rund ums Riff stattfindet.

Wie sind Sie zum Street Food gekommen? Max Sollmann: Ich habe das Konzept letztes Jahr in San Francisco kennengelernt. Da treffen sich wöchentlich alle Food Trucks der Stadt am Hafen. In Deutschland kennt man es natürlich aus Berlin. Was es in unserer Region bisher gab, war aber noch nicht so dolle. Da haben mein Partner Michael Walter (vom Village Club Dortmund, Anm. d. Red.) und ich uns gedacht, das können wir aufpeppen. Mehr ein Event daraus machen. Mit Live-Musik und Rahmenprogramm.

 

Sie haben seit August bereits in Bochum, Oberhausen und Münster einen Street-Food-Markt organisiert. Gab es anfangs Hürden bei der Organisation? Sollmann: Eigentlich nicht. In Sachen Street Food existiert in Deutschland bereits eine kleine, sehr nette Szene, die extrem zusammenhält. Wenn man da mit einem in Kontakt ist, kommt man gleich an mehrere dran. Wenn etwas nicht gut läuft, geht allerdings auch gleich der Buschfunk los  – aber bei uns waren bisher alle sehr zufrieden. Die Märkte waren auch alle sehr erfolgreich. Nächstes Jahr wollen wir deshalb weiter expandieren. Aktuell verhandeln wir über Flächen in Dortmund. Wuppertal und Duisburg sollen folgen.

 

Neben dem enorm großen Zuspruch gab es auch Kritik, vor allem am Eintrittspreis und an generell höheren Essenspreisen. Was sagen Sie dazu? Sollmann: Wir haben anfangs einfach den Fehler gemacht, den Eintrittspreis von drei Euro nicht zu kommunizieren. Das hat dann einige verärgert – und daraus haben wir auf jeden Fall gelernt. Generell müssen wir leider weiter Eintritt nehmen: Durch das Musikangebot, die Deko und so weiter entsteht einfach ein riesen Kostenapparat. Das hab ich anfangs selbst unterschätzt. Die höheren Essenspreise sind der Qualität geschuldet: Street Food steht für regionale, hochwertige Produkte und ist eben kein schnelles Fast Food aus der Konserve. Bei unseren nächsten Märkten wollen wir deshalb die Ursprungsidee noch mal stärker in den Mittelpunkt stellen: Sich zum einen mit den Köchen auszutauschen und etwas über die Zutaten und ihr Essen zu erfahren und zum anderen natürlich möglichst viel zu probieren. Am besten schnappt man sich ein paar Freunde und teilt alles, dann hat man am Ende fünf bis sechs Sachen ausprobiert und bleibt trotzdem bei einem vernünftigen Preis.

 

Ihr nächster Street Food Markt findet Anfang Dezember in Bochum statt. Was erwartet die Besucher da? Sollmann: Passend zur Jahreszeit wird es ein Christmas Street Food Market werden, bei dem die Besinnlichkeit im Vordergrund steht. Statt Jingle Bells setzen wir aber auf Akustikgitarre und Piano. Außerdem wird es einen Weihnachtsmann für die Kinder geben und natürlich Spezialitäten wie frittierte Lebkuchen oder ein Weihnachtsessen aus Mexiko.

 

Das Interview ist zuerst erschienen bei . Der "Food Lovers"-Markt findet am Samstag und Sonntag (12./13.12.) rund ums Riff, Konrad-Adenauer-Platz 3, statt. Er beginnt an jeweils um 12 Uhr und dauert Samstag bis 22, Sonntag bis 20 Uhr.  Weiter Infos unter .