Streit mit Hausverwalter: Lampen müssen verschwinden

Berliner Platz

Was erst nur als Gerücht kursierte, entpuppte sich schließlich doch als Wahrheit: Die neuen Leuchtstelen auf dem Berliner Platz stehen auf Privatgrundstück. Zumindest die beiden mittleren Lampen vor dem Geschäftshaus Bahnhofstraße 31 bis 33. Der Hausverwalter ist damit gar nicht einverstanden.

INNENSTADT

von Von Barbara Zabka

, 02.11.2011, 16:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt 3500 Quadratmeter Betonsteine mit veredelter Oberfläche werden verlegt – in verschiedenen Größen und Farben. Das Fontänenfeld ist 65 Quadratmeter groß. 16 anderthalb Meter hohe Wasserspiele werden von einem besonderen Windmesser gesteuert. Damit die Passanten bei Windböen nicht eine unfreiwillige Dusche bekommen. Ausreichend Sitzmöbel sind eingeplant. Bäume werden allerdings erst im Frühjahr gepflanzt.

Intensive Gespräche mit dem Hausverwalter verliefen bisher im Sande. „Wir haben sogar vorgeschlagen, dass wir die entsprechende Grundstücksparzelle kaufen würden – ohne Erfolg“, sagt Planungsamtsleiter Franz Buresch. „Jetzt werden wohl über kurz oder lang die beiden Laternen verschwinden.“ Denn aus technischer Sicht ist es nicht möglich, die Lampen ein Stück weiter nach vorne zu verlegen. „Sie würden dann mitten im zukünftigen Fontänen-Brunnen stehen“, erklärte Baustellenleiter Thomas Eckertz mit Blick auf die Pläne.„Auf einen Rechtsstreit wollen wir es nicht ankommen lassen“, sagt Franz Buresch. Gemeinsam mit dem Tiefbauamt müsse ein neues Lichtkonzept für den Berliner Platz erarbeitet werden. Denkbar ist eine stärkere Bestückung der beiden äußeren Lampen. „Wir finden das jetzt auch nicht so toll“, so Buresch. Allerdings sollen die Bauarbeiten von den neuen Planungen nicht verzögert werden. Und große Behinderungen soll es auch nicht geben.

Insgesamt liegt der Umbau voll im Zeitplan. Das bestätigt Alfons Kramer vom Tiefbauamt. Mitte November sollen die Arbeiten rund um den City-Bogen abgeschlossen sein. „Der Weihnachtsmarkt wird auf alle Fälle hier stattfinden. Und das Weihnachtsgeschäft soll auch nicht behindert werden. Dann gehört der Platz wieder den Bürgern“, sagte Kramer im Rahmen einer Baustellen-Besichtigung. Die Baufirma arbeitet jetzt auf Hochtouren, um den Termin einzuhalten. Von sieben Uhr morgens bis 18 Uhr abends. Und die Geduld der Anlieger ist auch bald am Ende. Die Nerven liegen blank. Lärm, Staub und Umsatzeinbußen – das ärgert sie am meisten.

„Uns geht jede Menge Geld durch die Lappen“, schimpft Marion Kass von der Bäckerei Brödis. Dass der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Platz aufgebaut werden könne, glaube sie erst, wenn es soweit sei. Sie hat beobachtet, dass morgens um fünf Uhr die Leute quer über die Baustelle laufen. „Niemand weiß genau, wo es lang geht“, sagt sie. Die Passantenströme suchen sich in der Tat immer neue Wege. Zum Beispiel außen herum durch die City-Passage. Aber da wartet auch eine Überraschung – die Baustelle an der Hammerstraße.

Insgesamt 3500 Quadratmeter Betonsteine mit veredelter Oberfläche werden verlegt – in verschiedenen Größen und Farben. Das Fontänenfeld ist 65 Quadratmeter groß. 16 anderthalb Meter hohe Wasserspiele werden von einem besonderen Windmesser gesteuert. Damit die Passanten bei Windböen nicht eine unfreiwillige Dusche bekommen. Ausreichend Sitzmöbel sind eingeplant. Bäume werden allerdings erst im Frühjahr gepflanzt.