Streit um Opel Bochum: Gericht will weitere Zeugen hören

Noch keine Entscheidung

In dem auch juristisch geführten Streit zwischen dem Bochumer Opel-Betriebsrat und der Firmenleitung will das Landgericht Darmstadt vor einer Entscheidung erst noch weitere Zeugen hören. Der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel hatte gehofft, die inzwischen beendete Autoproduktion im Bochumer Werk mit einer Klage retten zu können.

Darmstadt/Bochum

12.12.2014, 04:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Streit um Opel Bochum: Gericht will weitere Zeugen hören

Ein Plakat an der Fassade des Opelwerkes in Bochum. Foto: F. Gambarini/Archiv

Im Rechtsstreit um das Ende der Autofertigung im Opel-Werk Bochum will das Landgericht Darmstadt weitere Zeugen hören. Das erklärte das Gericht am Freitag. Der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel hatte der Adam Opel AG vorgeworfen, den Aufsichtsrat nicht korrekt über den Plan informiert zu haben, den Familienwagen Zafira von 2015 an im Stammwerk Rüsselsheim anstatt im Ruhrgebiet fertigen zu lassen.Neue Zeugen am 20. Januar

Aus Einenkels Sicht wurde die Entscheidung zum Nachteil des Unternehmens gefasst, weil die Schließung gravierende finanzielle Auswirkungen auf den Gesamtkonzern habe. Zur Klärung der Vorwürfe will das Gericht am 20. Januar noch Zeugen aus der Opel-Rechtsabteilung hören - es gehe um die ordnungsgemäße Bestellung von Aufsichtsratsmitgliedern.Entscheidung kommt zu spät Für die zuletzt fast 3000 Mitarbeiter des Autobauers in Bochum kommt eine Entscheidung des Gerichts ohnehin zu spät: Am 5. Dezember lief in dem Werk der letzte Wagen vom Band. Noch im Mai hatte Einenkel gehofft, das Werk mit seiner Klage retten zu können. Seinerzeit war der Versuch gescheitert, den Streit gütlich beizulegen. Von dpa

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