Studentenwerke bereiten sich auf 2013 vor

Studierenden-Ansturm

Es wird voll an den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen. Und das nicht erst mit dem doppelten Abiturjahrgang 2013. Bereits jetzt strömen Studierwillige aus Bundesländern mit Studiengebühren oder doppelten Jahrgängen nach NRW. Weil zur "Lebenswelt Hochschule" viel mehr gehört, als Forschung Lehre, besprechen seit Mittwoch 120 Vertreter der NRW-Hochschulgastronomie an der RUB die kommenden Herausforderungen.

BOCHUM

von Von Tim Stobbe

, 13.09.2012, 07:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
So ruhig und beschaulich geht es in der Mensa der Ruhr-Uni nur außerhalb der Vorlesungszeiten zu. Normalerweise haben die Mitarbeiter der Mensa mit dem Ansturm der Studierenden alle Hände voll zu tun.

So ruhig und beschaulich geht es in der Mensa der Ruhr-Uni nur außerhalb der Vorlesungszeiten zu. Normalerweise haben die Mitarbeiter der Mensa mit dem Ansturm der Studierenden alle Hände voll zu tun.

Ein Problem, wie Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks (DSW), feststellt: „Denn zur Uni, der Lebenswelt Hochschule, gehört weit mehr.“ Zum Beispiel die Verpflegung und Unterkunft in Wohnheimen, Mensen und Cafeterien. Seit Mittwoch sitzen daher rund 120 Vertreter der Hochschulgastronomie aus dem ganzen Bundesgebiet an der Ruhr-Uni zusammen, um bei ihrer jährlichen Tagung über die anstehenden Herausforderungen zu beratschlagen. Denn trotz aller Vorurteile, mit denen das Mensaessen zu kämpfen hat, erfreut es sich bei den Studierenden großer Beliebtheit.

Rund 85 Prozent aller Studierenden nutzen die Mensa. Allein an den Bochumer Hochschulen verspeisten sie 2011 allein rund 1,5 Millionen Essen. Bei steigenden Studierendenzahlen erwartet das DSW einen entsprechend höheren Ansturm auf die Mensen und Cafeterien. „Die Mensa der Ruhr-Uni ist ganz gut aufgestellt“, so Jörg Lüken, Geschäftsführer des Akafö. „Erst recht, wenn das derzeitige Tutorienzentrum für den Gastronomiebetrieb umfunktioniert wird.“ Doch eine Lösung des Problems an sich sind nicht größere Flächen. Problematisch sind die Stoßzeiten während der Vorlesungszeit. „Die Stundenpläne der Studiengänge sind zeitlich so getaktet, dass alle gleichzeitig essen wollen“, so Meyer von der Heyde.

Eine Lösung wäre es, die Zeiten zu entzerren – also zu unterschiedlichen Zeiten mit Veranstaltungen zu starten. Eine Idee, die in Bochum die Projektgruppe RUB.2013 auch für das Mobilitätskonzept umsetzen will. Denn wenn nicht alle Studierenden gleichzeitig zur Uni, nach Hause und essen wollen, verringern sich die kaum zu bewältigenden Stoßzeiten.